Region: Augsburg Stadt

Überzeugende Revanche gegen Bremerhaven Augsburger Panther klettern auf Platz 5

Playoffs zum Greifen nah

Freier Mitarbeiter George Stadler

Sicherer Rückhalt auch hinter seinem Tor: Goalie Markus Keller.

Die Panther hatten etwas gutzumachen gegen Bremerhaven: Vor gut einer Woche waren sie bei den Fischtown Pinguins mit 2:8 untergegangen. Der Heimsieg fiel dann nicht ganz so hoch aus, aber drei Punkte gab es auch für drei Tore weniger. Für die fünf Tore des AEV sorgten Rückkehrer Wade Bergman, zweimal David Stieler, Drew LeBlanc und Danny Kristo. Dabei funktionierte sowohl das Penaltykilling als auch das Powerplay besser als zuletzt: Kein Gegentor in Unterzahl und zwei Treffer bei numerischer Überlegenheit - die Panther kommen gerade noch rechtzeitig in Form, während Schwenningen schwächelt und Straubing zuletzt nur mit Mühe Kellerkind Krefeld niederringen konnte. Zwischenbilanz: Schwenningen wurde mit dem Sieg überholt und zu den punktgleichen Niederbayern aufgeschlossen.

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Trainer Tuomie konnte wieder auf Wade Bergman zurückgreifen, der seine Blessuren vom Monsterhit gegen Köln auskuriert hat, für ihn wurde Simon Sezemsky aus dem Kader genommen. Im Tor bekam wieder Markus Keller das Vertrauen, das er bis zur ersten Unterbrechung – fast sechs Minuten lang war nur fliegend gewechselt worden – kaum unter Beweis stellen musste. Auf der anderen Seite war es Max Eisenmenger, der Maxwell im Tor der Pinguins nach gut zwei Minuten das erste Mal prüfte, erst danach war die Phase des Abtastens vorbei und es wurde intensiver.

Viveiros verletzt, dann Doppelschlag durch Bergman und Stieler

Für einen Schockmoment sorgte Viveros, dem ein Lapsus bei der Puckannahme passierte, denn beim Rettungsversuch rutsche er aus und knallte ungebremst aufs Eis und in die Bande. Die Schiedsrichter unterbrachen die Partie und während des folgenden Powerbreaks wurde er in die Kabine geführt.

Von der Verletzung des Pantherspielers geschockt zeigten sich allerdings die Pinguins: Direkt nach der Unterbrechung schlug es bei ihnen ein, und das gleich zweimal: Erst kombinierte sich Bergman nach einem Doppelpass mit Abbott durch Bremerhavens Abwehr, und nur 18 Sekunden später – die Durchsage des 1:0 war noch nicht beendet – stand es nach einem Abstauber von David Stieler 2:0. Brad McClure hatte an der Blauen Line einen Pinguin ausgetanzt und zu TJ Trevelyan gepasst. Dessen Schuss konnte Maxwell nicht festhalten und Stieler drosch den Puck ins Netz.

Lang konnten sich die Panther nicht freuen, schon in der zwölften Minute fiel der Anschlusstreffer: Jeglic stand frei neben dem  Tor und verwandelte Dietz‘ genauen Pass sicher – Keller hatte die kurze Ecke zugemacht und kam nicht schnell genug nach links.

Der Gegentreffer beeindruckte den AEV wenig: Man setzte sich länger im Drittel der Bremerhavener fest und in der 16. Minute sorgte der herausragende Drew LeBlanc wieder für den Zwei-Tore-Vorsprung: Steffen Tölzers 100. Assist im Panther-Trikot fälschte der Spielmacher unhaltbar ab.

Die erste Strafzeit gegen den REV brachte außer gefälligem Passen wie so oft kein Tor für die Panther und so ging es mit einer 3:1-Führung in den zweiten Abschnitt.

Endlich: Die Special Teams funtionieren

Lang blieb es nicht dabei, denn das nächste Powerplay nutzte der AEV: Maxwell kann wieder einen Schuss nicht fixieren – diesmal kam der Hammer von Lamb – und wieder steht Stieler richtig. Zweimal gestochert, 4:1.

Nach 25 Minuten wird ein Bremerhavener von Haase durch die Luft gewirbelt – ein schöner Check, leider abseits des Geschehens und deshalb mit zwei Strafminuten wegen Behinderung belegt. Die Strafzeit verlief unspektakulär und ohne Treffer, dasselbe kurz darauf auf der anderen Seite, wo Stammgast Eminger seinen Lieblingsplatz des Abends einnahm. Die letzten beiden Minuten des Mitteldrittels sah sich wieder der AEV einer zahlenmäßigen Überlegenheit gegenüber, es blieb wegen Bremerhavens Abschlussschwäche beim 4:1.

Im Schlussabschnitt wollten die Norddeutschen die Wende erzwingen. Einen ersten Warnschuss gab es nach einer halben Minute, aber Keller klärte mit dem Schoner, wie im Gegenzug Maxwell mit derselben Tat. Auch die Panther suchten weiter den Weg nach vorn, während Bremerhaven anrannte, aber immer noch sehr unpräzise zielte. Die AEV-Konter sahen um einiges gefährlicher aus, aber selbst die schönsten Spielzüge fanden nicht den Weg ins Tor: Payerl steckte auf Kristo durch, der an Maxwell scheiterte, und kurz darauf bremste sich Jaro Hafenrichter bei einem Alleingang selbst aus.

Hinten lassen Keller und das kämpfende Team nichts zu: Passwege werden zugestellt, Zweikämpfe angenommen und gewonnen und Schüsse geblockt. Nach einem solchen Block humpelt TJ Trevelyan vom Eis, bis Spielende wird er geschont und sieht vom Platz neben Back-up Kickert, wie erst Marco Sternheimer nach Hohem Stock vom notorischen Stock Eminger leicht blutet und Eminger wieder Platz nimmt auf der Strafbank, diesmal für vier Minuten. Zu ihm gesellt sich bald McMillan nach einem Bandencheck – kurzes Gerangel, doppelte Überzahl für den AEV und die endgültige Entscheidung knapp zwei Minuten vor Spielende: Drew LeBlanc sieht Stieler neben dem Tor und Danny Kristo in der Mitte lauernd. Pass auf Stieler, weiter zu Kristo – nach zwei One-Timern steht es 5:1 und McMillan darf wieder mitspielen. Zu viert schafft Fischtown das 2:5, aber der Shorthander kommt zu spät und eine Minute später feiert Augsburg den überzeugenden Sieg.

Heute um 19:30 Uhr Fernduell gegen Straubing:
AEV gegen Wolfsburg, Tigers in Iserlohn

Damit klettern die Panther auf Platz 5, vor ihnen befinden sich punktgleich bei einem Spiel weniger die Straubing Tigers auf dem letzten Playoff-Platz. Schon heute Abend um 19:30 werden die karten neu gemischt, wenn parallel Straubing in Iserlohn und Augsburg zuhause gegen Wolfsburg antreten muss.
 

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