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FCA verabschiedet sich mit 1:3 bei Herbstmeister Leipzig in die Winterpause

Der FC Augsburg verliert das letzte Spiel der Hinrunde bei RB Leipzig mit 1:3. Foto: Alexander Heinle

Mit RB Leipzig und dem FC Augsburg treffen am letzten Spieltag der Hinrunde die zwei besten Mannschaften der vergangenen sechs Spieltage aufeinander. Beide Teams sicherten sich 16 Punkte, Leipzig ist mittlerweile sieben Spiele in Folge ungeschlagen, Augsburg sechs.

Im Vergleich zum 3:0 gegen Düsseldorf am Dienstag wechselt FCA-Trainer Martin Schmidt auf drei Positionen. Felix Uduokhai, Ruben Vargas und Sergio Cordova ersetzen den gelb-gesperrten Rani Khedira, Philipp Max, der mit Halsschmerzen vorerst auf der Bank Platz nimmt, und Fredrik Jensen.

Die ersten Minuten gehören mit viel Ballbesitz den Gastgebern, der in der vierten Minute gar durch Timo Werner den Führungstreffer erzielt. Allerdings ist der Treffer ungültig, da Tyler Adams den Ball bei der Vorarbeit mit der Hand berührte.

Niederlechner bringt den FCA in Führung

Augsburg zeigt sich davon wenig beeindruckt und geht in der achten Spielminute durch die erste Torchance in Führung. Marco Richter setzt sich gegen seinen Gegenspieler durch und flankt von rechts ins Zentrum auf Florian Niederlechner. Der 29-Jährige schießt den Ball ins rechte obere Toreck zum 1:0. Doch zählt der Treffer wirklich? Schiedsrichter Daniel Siebert überprüft die Situation mithilfe des Videobeweises. Möglicherweise stand Niederlechner im Abseits. Knapp zwei Minuten lang lässt er die Augsburger zappeln, dann bestätigt er, dass das Tor zählt.

In den kommenden Minuten setzt Leipzig alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Sie bestimmen mit mehr als 70 Prozent Ballbesitz in den ersten 20 Minuten klar das Spielgeschehen. Immer wieder kommt es vor dem Kasten vom Augsburger Schlussmann Tomas Koubek zu gefährlichen Situationen.

Nach einer Ecke sind die Augsburger geschlagen, doch der Querbalken rettet die Führung für die Gäste. Leipzig presst früh und lässt den Fuggerstädtern wenig Platz. In der 29. Minute spielt Leipzigs Konrad Laimer auf Patrik Schick, der aus 15 Metern direkt abzieht. Den zentral geschossenen Ball hält Koubek sicher. Nur acht Minuten später haben die Hausherren erneut eine Riesenchance auf den Ausgleich: Laimer luchst den Augsburgern vor deren Strafraum den Ball ab und geht mit Leichtigkeit an Tin Jedvaj und Jeffrey Gouweleeuw vorbei. Aus vollem Lauf schießt er freistehend aus etwa 13 Metern den Ball über das Augsburger Tor. Glück für den FCA.

Augsburger Führung mehr als schmeichelhaft

Leipzig zieht das Tempo nun weiter an. Nur drei Minuten später setzt Laimer Christopher Nkunku in Szene. Nkunku ist auf der linken Seite völlig frei, zieht in den Strafraum und will den Ball rechts unten einschießen – erneut rettet Koubek.

Zur Halbzeitpause hatte Augsburg einen Torschuss und führt glücklich mit 1:0, denn Leipzig ist im ersten Durchgang die deutlich aktivere und bessere Mannschaft.
Im zweiten Spielabschnitt hat Leipzig ebenfalls viel Ballbesitz, doch ist längst nicht so präzise wie in den ersten 45 Minuten. So gibt es in den ersten 20 Minuten nach Wiederanpfiff keine zwingende Torchance. Die Augsburger beschränken sich nur noch aufs Verteidigen.

Konrad Laimer erzwingt den Ausgleich

In der 68. Spielminute hat Augsburg Probleme, das Leder aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Leipziger setzen ihre Gegenspieler nach eigenem Ballverlust sofort unter Druck. So erobert sich Laimer 20 Meter vor dem Tor den Ball, setzt sich gegen zwei weitere Augsburger durch und zirkelt den Ball aus 16 Metern ins rechte obere Eck. Nach Protesten der Augsburger Spieler muss erneut der Videoschiedsrichter zurate gezogen werden. Dieser sieht das allerdings anders als die FCA-Spieler und konnte kein Foulspiel im Vorfeld erkennen. Der hochverdiente 1:1-Ausgleichstreffer zählt.

Augsburg wird nach dem Gegentreffer aktiver und stört den Gegner wieder früher. Dadurch bieten sich den Hausherren allerdings mehr Räume. Ein langer Ball der Leipziger wird von Gouweleeuw zur Ecke geklärt. Diese tritt Nkunku an den Fünfmeterraum, wo Schick von den Augsburgern alleingelassen wird und mühelos zum 2:1 einnicken kann.

Leipzig hat immer noch nicht genug und spielt sich weitere Chancen heraus, Augsburg läuft nur noch hinterher. Der eingewechselte Marcel Sabitzer schickt Werner auf der linken Seite, der bis an die Grundlinie läuft und an Koubek vorbei in die Mitte auf den ebenfalls eingewechselten Yussuf Poulsen ablegt. Dieser schiebt den Ball ins leere Tor zum 3:1-Endstand ein.

Aufstellung des FC Augsburg: Koubek - Iago, Uduokhai, Gouweleeuw, Lichtsteiner - Baier, Jedvaj, Vargas, Richter - Cordova, Niederlechner Aufstellung des RB Leipzig: Gulacsi - Halstenberg, Adams, Klostermann, Upamecano - Laimer, Demme, Haidara, Nkunku - Werner, Schick

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