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Feiern im Goldenen Saal und im Curt-Frenzel-Stadion Nico Sturm: So lief der Besuch des Stanley Cups in Augsburg

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Freier Mitarbeiter George Stadler
Da ist das Ding! Die ersten Fans warteten vor dem Rathaus auf Nico Sturm und wurden nicht enttäuscht.

Das hatte es in der Geschichte des ältesten Eishockeyvereins der Republik noch nicht gegeben: Großer Empfang im Rathaus und über 2.000 Fans im Stadion, obwohl nicht gespielt wurde. Mitten im Sommer eine gut gefüllte Sitzplatzgerade, zusätzlich eine Schlange oben ums Stadion, und in der Stehkurve tummelte sich der komplette Eishockey-Nachwuchs des AEV.

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Was war los in der Eishockeystadt Augsburg? Nico Sturm aus Neubergheim kam nach 13 Jahren – er hatte den AEV über Kaufbeuren Richtung USA verlassen – zurück in seine Heimatstadt, und im Gepäck hatte er die berühmteste Trophäe des Eishockeys: Den Stanley Cup. Der ist zwar nicht ganz so alt wie der AEV, aber ungleich berühmter.

Auch OB Eva Weber, die im Goldenen Saal des Rathauses anmerkte, dass sie vom Stanley Cup bis vor kurzem noch nichts gehört hatte, zeigte sich beeindruckt, nachdem ihr Nico Sturm die Gravuren auf dem Stanley Cup erklärt und die Stelle gezeigt hatte, auf der demnächst sein Name stehen wird. Wolfgang Renner, dem Vorstand des AEV, musste man zur Geschichte des Cups und den Finalspielen nichts erzählen – er hatte sie weitgehend im TV verfolgt, und er weiß um die Träume eines jeden Nachwuchsspielers, auch einmal in der NHL spielen zu können. Weber und Renner beglückwünschten Nico Sturm zum Sieg in der NHL und bedankten sich für den Besuch in seiner Heimatstadt.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Augsburg trug Nico Sturm den Pokal eigenhändig aus dem Goldenen Saal vors Rathaus – die „Keeper of the Cup“ blieben an diesem Tag weitgehend arbeitslos – und präsentierte ihn einer Abordnung von AEV-Fans, die auf dem Rathausplatz einen ersten Blick auf den Stanley Cup werfen wollten. Auch einer kleinen Reisegruppe aus New York war die glitzernde Trophäe aufgefallen: „What? Lord Stanley is here? Will it come back to the City Hall?” fragten die Fans der New York Rangers und machten sich dann auf den Weg ins Curt-Frenzel-Stadion, um den Pokal noch einmal aus der Nähe sehen zu können. „What a lovely surrounding, as if our Madison Square Garden was in Central Park”, meinten sie zur Lage des Eisstadions. Sie waren nicht die einzigen Besucher von auswärts, die sich die Begegnung mit dem "Holy Grail of Hockey" und seinem Gewinner nicht entgehen lassen wollten.

Eishockeyfans aus Italien, Österreich, der Schweiz und Süddeutschland warteten geduldig – zuerst besuchte Nico Sturm die Nachwuchsteams in ihren Kabinen – auf ein Foto mit Lord Stanley und Nico Sturm, ließen sich Autogramme geben und verfolgten die Interviews, die Alex Kunz (Magenta TV, Pro7) auf dem Eis führte.

Den größten Applaus erntete Sturm auf seine Worte "Deutscher Meister mit den Augsburger Panthern, das wäre was."

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