Region: Augsburg Stadt

38-Jähriger missachtet Corona-Quarantäne – Amtsgericht verurteilt ihn zu 1350 Euro Geldstrafe

Wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung wurde der 38-Jährige zu einer Geldstrafe von 1350 Euro verurteilt (Symbolbild).

Trotz einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus und einer vom Landratsamt Augsburg verhängten Quarantäne suchte ein 38-Jähriger im November vergangenen Jahres ein Augsburger Krankenhaus und eine Arztpraxis in Schwabmünchen auf. Wegen Missachtung der Quarantäne-Regeln erging ein Strafbefehl gegen ihn. Da er Einspruch gegen die verhängte Geldstrafe einlegte, musste er sich nun vor Gericht verantworten – und hat den Widerspruch zurückgenommen.

Die Missachtung der Quarantäne wertet das Gericht als versuchte gefährliche Körperverletzung. Ursprünglich wurde der Mann zu einer Geldstrafe von 1350 Euro verurteilt. Doch der 38-Jährige wollte das Urteil nicht akzeptieren und legte Einspruch ein.

Vorgeworfen wird ihm ein schwerer Verstoß gegen die Quarantäneauflagen: Nachdem er im November vergangenen Jahres positiv auf das Coronavirus getestet wurde, verhängte das Gesundheitsamt des Landratsamtes eine zweiwöchige, häusliche Quarantäne. Doch der Angeklagte blieb nicht Zuhause: Stattdessen suchte er die Hessing-Klinik in Augsburg sowie eine Arztpraxis in Schwabmünchen auf. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe "eine Ansteckung der dort befindlichen Personen mit dem Coronavirus billigend in Kauf genommen".

Wegen des Einspruchs gegen den Strafbefehl kam es nun zum Prozess. Doch nach weniger als 30 Minuten ist die Sitzung vor dem Augsburger Schöffengericht bereits beendet – Richter Dominik Wagner gibt den Forderungen des Angeklagten nicht nach. Schließlich nimmt der 38-Jährige seinen Widerspruch gegen den Strafbefehl in der Hauptverhandlung zurück: Die wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verhängte Geldstrafe ist nun rechtskräftig. (lis)

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