Region: Augsburg Stadt

40-Jähriger will sich Schlüsseldienst sparen und löst Feuerwehr- und Polizeieinsatz in Oberhausen aus

Ein 40-jähriger aus Oberhausen hat den Notruf missbraucht, um sich die Kosten für den Schlüsseldienst zu sparen.

Gleich zweimal hat ein ausgesperrter 40-Jähriger am Sonntag und am Montag versucht, die Polizei beziehungsweise die Feuerwehr dazu zu bewegen, ihm die Wohnungstüre zu öffnen, indem er fälschlicherweise angab, es bestehe Brandgefahr. Beim zweiten Mal gelang der Versuch, nachdem der Mann sich an die Notrufzentrale gewandt hatte.

Zunächst hatte der 40-Jährige aus Oberhausen am Sonntag eine Polizeistreife angesprochen, die gegen 20 Uhr am Oberhauser Bahnhof im Einsatz war, und diese gebeten, ihm die Tür seiner Wohnung, aus der er sich ausgeschlossen hatte, zu öffnen. Hierbei erzählte der 40-Jährige auch, dass er noch Essen im Ofen habe und deshalb Brandgefahr bestehe. Auf weitere Nachfrage räumte er den Beamten gegenüber aber ein, dass er sich mit dieser Lüge die Kosten für den Schlüsseldienst sparen wollte. Die Beamten gaben dem Mann laut Polizeibericht dennoch zu verstehen, dass sie sich seine Türe nach dem Einsatz einmal ansehen würden. Da der Mann dann aber nicht mehr auszumachen war, fuhr die Streife weiter.

Einige Stunden später, in der Nacht auf Montag um 2.30 Uhr, kontaktierte derselbe Mann dann die Notrufzentrale der Integrierten Leitstelle mit derselben Geschichte. Die Feuerwehr machte sich auf den Weg zur Wohnung, und auch die Polizeiinspektion Augsburg 5 wurde über den Einsatz informiert. Dort erinnerten sich die Beamten sofort an den Kontakt des früheren Abends.

Nachdem die Feuerwehr die Wohnung geöffnet hatte sei, "wie zu erwarten", kein Küchengerät eingeschaltet gewesen, so die Polizei. Die Beamten stellten aber im Zuge der Abklärung eine geringe Menge Betäubungsmittel auf dem Wohnzimmertisch sicher. Der 40-Jährige müsse sich nun neben dem Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz auch wegen Missbrauchs von Notrufen verantworten. Es werde außerdem geprüft, ob ihm die die Einsatzkosten der Feuerwehr und der Polizei auferlegt werden könnten. (pm)

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