Region: Augsburg Stadt

Aktuelle Corona-Polizeibilanz: Illegales Autorennen während Ausgangsbeschränkung und verbotene Ausflüge

Einen gravierenden Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung stellte die Polizei auf der Bürgermeister-Ackermann-Straße fest (Symbolbild).

Zwischen Ostermontag, 6 Uhr, und Dienstag, 6 Uhr, waren im Bereich Nordschwaben etwa 180 Polizeibeamte für die Kontrollen der Ausgangsbeschränkung im Einsatz. Die Polizei überprüfte knapp 3600 Einrichtungen, Objekte, Örtlichkeiten und Personen.

"Insgesamt mussten am Ostermontag deutlich weniger Verstöße geahndet werden, als noch an den vorangegangenen Tagen", bilanziert die Polizei. Nur in wenigen Fällen habe man Personen im Freien auf die Einhaltung des Mindestabstands hinweisen müssen. In ganz Nordschwaben wurden 47 Leute beanstandet, die sich über die Ausgangsbeschränkung hinwegsetzten – davon 24 in der Stadt Augsburg, zehn im Landkreis Donau-Ries, neun im Landkreis Augsburg, drei im Landkreis Dillingen und eine Person im Landkreis Aichach-Friedberg.

Autorennen auf der Bürgermeister-Ackermann-Straße

Einen gravierenden Verstoß stellte die Polizei auf der Bürgermeister-Ackermann-Straße fest. Im Zuge einer Corona-Streifenfahrt seien am Montag gegen 17.30 Uhr zwei Fahrzeuge registriert worden, die sich offensichtlich ein verbotenes Autorennen lieferten, so die Polizei.

Ein schwarzer BMW X5 und eine weiße Mercedes-A-Klasse fuhren demnach nebeneinander auf der Bürgermeister-Ackermann-Straße, Höhe Reesepark, stadtauswärts mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Innerorts stellte die Streifenbesatzung bei den beiden Fahrzeugen teilweise ein Tempo von über 100 Stundenkilometer fest.

Kurz nachdem der X5 an der Luther-King-Straße nach links mit quietschenden Reifen abgebogen war, konnte die Polizei ihn stellen und anhalten. Zwei junge Männer sprangen von der Rücksitzbank aus dem Auto, doch die Streifenbesatzung konnte schließlich alle Personen aus dem Wagen – auch die beiden zuvor ausgestiegenen – kontrollieren. Im Fahrzeug befanden sich neben dem 19-jährigen Fahrer noch drei weitere junge Männer im Altern von 18 bis 19 Jahre. "Alle vier haben keinen gemeinsamen Hausstand. Einen triftigen Grund für das Verlassen der eigenen Wohnung und die gemeinsame Fahrt konnten sie nicht nennen", berichtet die Polizei.

Den 20-jährigen Fahrer des weißen Mercedes, den die Polizei wenig später stellte, wollten die vier jungen Männer nicht gekannt haben. Dennoch wird gegen die beiden Fahrer nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Die übrigen Auto-Insassen erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Gruppenausflüge am Ostermontag

Zudem stellte die Polizei am Ostermontag verbotene Gruppenausflüge fest. So wurden etwa in Lechhausen sechs Männer im Alter von 20 bis 28 Jahren kontrolliert, die sich zusammen im Bereich der Leipziger Straße aufhielten. Vier der Männer wiesen einen Wohnsitz in Frankfurt auf und waren bei ihren beiden Bekannten in Augsburg zu Besuch, die ebenfalls keinen gemeinsamen Hausstand haben. In Augsburg übernachteten zudem alle sechs Personen in einer Wohnung. Die Männer erwartet jeweils eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Auch in Gersthofen fiel am Montagnachmittag eine kleinere Personengruppe im Bereich des Bahnhofs auf. Die vier Männer aus Augsburg im Alter von 23 bis 30 Jahren gaben an, einen gemeinsamen Ausflug nach Gersthofen gemacht zu haben. Da die vier in keinem gemeinsamen Hausstand leben, hat der Osterausflug eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz zur Folge. (pm)

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