Region: Augsburg Stadt

Augsburg ist die zweitsicherste Großstadt Deutschlands

Besonders häufig ereignen sich Straftaten in der Augsburger Innenstadt. Durch Corona und die Einschränkungen im Nachtleben ging die Zahl der Delikte in der Maximilianstraße stark zurück.

Augsburg ist Deutschlands zweitsicherte Großstadt und hat die höchste Aufklärungsquote bei Straftaten. Das hat laut Stadt die Auswertung der Zahlen aus dem vergangenen Jahr nun ergeben.

Wie das Amt für Statistik und Stadtforschung mitteilt, sei die Fuggerstadt mit 6877 Straftaten pro 100.000 Einwohner die zweitsicherste Großstadt über 200.000 Einwohner in ganz Deutschland. Einzig die Landeshauptstadt München ist mit 5.987 Straftaten je 100.000 Einwohner statistisch gesehen noch sicherer. Bei der Aufklärungsquote erreicht Augsburg in fast allen Deliktarten und auch für alle Straftaten mit 73,5 Prozent insgesamt den Bestwert. Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten ist in den zurückliegenden 26 Jahren von 22.939 im Jahr 1995 um elf Prozent auf 20.397 im Jahr 2020 gesunken. Im gleichen Zeitraum sei die Einwohnerzahl jedoch um 14,8 Prozent von 255.926 auf 293.813 Bürger gestiegen.

Insgesamt registrierte die Polizei in Augsburg 20.397 Straftaten im vergangenen Jahr, wovon 4489 Diebstähle mit gut einem Fünftel den größten Anteil haben. Laut den Zahlen der Stadt kam es außerdem zu 2914 Körperverletzungen und 2677 Sachbeschädigungen. Unter "sonstige Delikte" erfasste die Polizei 5615 Straftaten wie Beleidigung, Hausfriedensbruch und Unterschlagung.

Straftaten werden häufig in der Augsburger Innenstadt begangen

Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen schwankte im Zeitraum von 1995 bis 2020 zwischen 10.049 im vergangenen Jahr und 13.699 in 2015. Der Männeranteil der Tatverdächtigen lag 2020 demnach bei 77,9 Prozent, der Ausländeranteil bei 38,8 Prozent. "Bezogen auf die jeweiligen Altersgruppen der Bevölkerung wurden in der Altersgruppe der 14- bis unter 25-Jährigen die meisten Tatverdächtigen erfasst", so das Amt für Statistik und Stadtforschung. Oft werden die Straftaten in der Innenstadt begangen, häufig aber auch im näheren Wohnungsumfeld der Tatverdächtigen.

Die Zahl der Straftaten im Bereich der Maximilianstraße lag im vergangenen Jahr etwa ein Drittel unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Das liege vor allem daran, dass aufgrund der Corona-Pandemie das Nachtleben im öffentlichen Raum im Frühjahr und Winter 2020 fast gänzlich zum Erliegen kam.

Das Amt für Statistik und Stadtforschung hat die im Stadtgebiet polizeilich erfassten Straftaten des Jahres 2020 und auch der Vorjahre nach unterschiedlichsten Gesichtspunkten ausgewertet und mit 39 Großstädten verglichen. Eine detaillierte Auswertung finden Interessierte im Internet unter www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/rathaus/statistik-stadtforschung. (pm)

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