Region: Augsburg Stadt

Bilanz zum Blitzmarathon: 233 Tempoverstöße und ein Fahndungserfolg

233 Fahrer, die mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs waren, registrierte die Polizei Nordschwaben während des Blitzmarathons.

Schon zum achten Mal fand von Mittwoch, 6 Uhr, bis Donnerstag, 6 Uhr, ein bayernweiter Blitzmarathon statt. Die Ergebnisse für den Bereich Nordschwaben hat die Polizei nun bekannt gegeben. Neben diversen registrierten Geschwindigkeitsverstößen führten die Kontrollen auch zu einem Fahndungstreffer.

Nachdem der 24-Stunden-Blitzmarathon im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausgefallen war, fand die Aktion in diesem Jahr im Zuge des Verkehrssicherheitsprogramms "Bayern mobil - sicher ans Ziel" wieder statt. In Nordschwaben waren rund 150 Einsatzkräfte an den vorab angekündigten Messstellen für die Überwachung der Geschwindigkeit eingesetzt.

Die Polizei führte Geschwindigkeitsmessungen mit Großgeräten und Handlasermessgeräten durch. Die Durchlaufzahl der mit Großgeräten gemessenen Verkehrsteilnehmer an den Kontrollstellen lag mit 10.177 gemessenen Fahrzeugen (2019: 9186) um über 15 Prozent höher als vergangenes Jahr. Die Messungen fanden insgesamt an knapp 60 Messstellen statt. Insgesamt seien heuer 233 Fahrzeugführer wegen Geschwindigkeitsverstößen beanstandet worden, so die Polizei. 2019 waren es noch 316. Das entspricht einem Rückgang um über einem Drittel.

In der Stadt Augsburg registrierte die Polizei 61 Geschwindigkeitsverstöße, im Landkreis Augsburg 94, im Landkreis Aichach-Friedberg 25. 40 Fahrer waren im Landkreis Dillingen zu schnell unterwegs, 13 im Landkreis Donau-Ries.

Die örtlichen Verkehrspolizeiinspektionen beteiligten sich ferner mit zivilen Messfahrzeugen und waren, neben der Autobahn A8, auch auf den Bundesstraßen B2, B16, B17 und B300 im gesamten Zuständigkeitsbereich unterwegs.

Den "traurigen Höchstwert" habe ein Fahrzeugführer eines Audi Q5 mit einheimischem Kennzeichen an der Messstelle der Bundesstraße B16 bei Schwenningen im Landkreis Dillingen erreicht. Er passierte die Stelle mit 165 Kilometern pro Stunde bei erlaubtem Tempo 100. Auf den Fahrer kommen neben einer empfindlichen Geldbuße zwei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg zu.

34 Stundenkilometer über den erlaubten 80 ermittelte die Polizei bei einem Fahrer auf der Staatsstraße 2035 bei Petersdorf. Die Ausrede für sein Fehlverhalten: Er gab an, sein Fahrzeug erst seit einem halben Jahr im Besitz zu haben und die Geschwindigkeit damit noch nicht einschätzen zu können.

Eine Kontrolle im Bereich der Polizeiinspektion Augsburg-Ost habe sogar zu einem Fahndungstreffer geführt. Die Polizei kontrollierte einen 21-Jährigen gegen den ein Untersuchungshaftbefehl vorlag. Der Mann wurde festgenommen und bis zu seiner richterlichen Vorführung in den Arrest der Polizei eingeliefert.

Im Zuge der Geschwindigkeitskontrollen stellte die Polizei insgesamt 88 sonstige Verstöße fest. Dabei kam es in 33 Fällen zur Anzeige, 55 Verwarnungen wurden ausgesprochen. Zumeist waren es Verstöße im Zusammenhang mit der Gurtpflicht, der Verwendung von Mobiltelefonen sowie Ausrüstungsverstöße. Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss konnten dieses Jahr erfreulicherweise nicht festgestellt werden, so die Polizei. (pm)

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