Region: Augsburg Stadt

Bilanz: „Unruhiger Jahreswechsel“ mit zahlreichen Polizei- und Feuerwehreinsätzen

In der Silvesternacht hat in der Sonthofer Straße, in Hochzoll-Nord, ein Balkon gebrannt. Wie die Augsburger Feuerwehr berichtet, sei der Brand vermutlich durch eine Silvester-Rakete ausgelöst worden.

Zu zahlreichen Polizei- und Feuerwehreinsätzen ist es in der Silvesternacht gekommen. Die Augsburger Feuerwehr resümiert am Tag danach einen „unruhigen Jahreswechsel“, die Polizei in Nordschwaben zählte insgesamt 256 Einsätze, bei denen 28 Personen verletzt wurden.

Wie die Polizei am Neujahrstag berichtet, sei das Einsatzaufkommen im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Zum Jahreswechsel 2021 auf 2022 sei es, damals wohl auch aufgrund geltender Corona-Regeln, zu lediglich rund 170 Einsätzen gekommen. "Insbesondere nach Mitternacht ereigneten sich zahlreiche Streitigkeiten, bei denen die Polizei immer wieder schlichtend eingreifen musste", so das Präsidium in seinem Bericht. Der Großteil der Vorkommnisse habe sich im Augsburger Stadtgebiet ereignet. Allerdings sei das Feuerwerksverbot in der Innenstadt größtenteils eingehalten worden.

Eine unruhige Nacht hatte auch die Berufsfeuerwehr Augsburg. Von der Integrierten Leitstelle seien 356 Rettungsdiensteinsätze disponiert worden, 170 davon im Stadtgebiet Augsburg. In insgesamt 47 Fällen habe es sich um Brandeinsätze gehandelt.

So brannte etwa in der Sonthofer Straße, in Hochzoll-Nord, ein Balkon. Wie die Feuerwehr berichtet, sei der Brand vermutlich durch eine Silvester-Rakete ausgelöst worden. Die Berufsfeuerwehr schätzt den Schaden auf 20.000 Euro. Im Bärenkeller lösten Böller um kurz nach Mitternacht einen Heckenbrand aus. Ein 35-Jähriger hatte einen Feuerwerkskörper gezündet, welcher in die Gartenhecke der Nachbarin geriet. Die Hecke und schließlich ein Stromverteilerkasten und ein Telefonkasten fingen Feuer. Die Hecke und der Holzzaun brannten ab. Der Stromverteilerkasten wurde durch den Brand teilweise zerstört. Es kam in Teilen der Nachbarschaft kurzzeitig zu Strom- und Internetausfällen. Der Sachschaden beträgt laut Polizei rund 15.000 Euro.

Gartenschlauch gegen Feuerwerk

in Silvester-Feuerwerk war in Klosterlechfeld, im südlichen Landkreis Augsburg, Anlass für einen handfesten Streit unter Nachbarn. Gegen 0.10 Uhr gerieten in der Gartenstraße die beiden Nachbarschaftsparteien aneinander, nachdem eine 41-jährige Frau und ihr 47-jähriger Mann auf der Straße ein Feuerwerk abbrannten. An diesem störte sich offenbar eine 78-Jährige. Kurzerhand griff diese zum Gartenschlauch und spritzte sowohl das Feuerwerk als auch die Eheleute an.

Der Polizei zufolge entwickelte sich daraus zunächst eine verbale Auseinandersetzung, an der sich auch der 84-jährige Ehemann der 78-Jährigen beteiligte. Schließlich sei der Streit derart eskaliert, dass nach einer handfesten Auseinandersetzung auch noch faustgroße Steine geworfen wurden. Die beiden Frauen seien nicht verletzt worden, die beiden Männer erlitten laut Polizei leichte Verletzungen.

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