Region: Augsburg Stadt

Buskartell-Prozess erneut abgesagt

Auch ein extra großer Sitzungssaal reichte für die Prozessbeteiligten im vergangenen Jahr nicht aus, um die Verhandlung unter Einhaltung der Corona-Regeln durchführen zu können.

Die Hauptverhandlung im sogenannten "Buskartell-Prozess" hätte gegen zwei Angeklagte am Donnerstag beginnen sollen. Das Landgericht Augsburg hat mit einer entsprechenden Verfügung nun aber alle Termine abgesetzt, "da die geordnete Durchführung der Hauptverhandlung unter der derzeitigen Corona-Situation und den zu treffenden Abwägungen nicht möglich ist".

Erst Ende Oktober hatte die Augsburger Justiz angekündigt, das Verfahren gegen zwei der sechs Angeklagten abzutrennen. Ursprünglich hatte die Hauptverhandlung gegen sechs Verantwortliche von Regionalen Augsburger Busfirmen bereits im Oktober vergangenen Jahres vor dem Landgericht unter stark verschärften Sicherheits- und Hygieneauflagen begonnen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, den Wettbewerb im Öffentlichen Nahverkehr manipuliert zu haben. So sollen sie sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Aufträge mit einem Volumen von rund 71 Millionen Euro gesichert haben und sind daher wegen wettbewerbsbeschränkender Absprachen bei Ausschreibungen angeklagt. (pb/pm)

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