Region: Augsburg Stadt

Freie Straßen verleiteten am Osterwochenende zum Rasen - in einem Fall waren 1200 Euro Strafe und Fahrverbot die Folge

Die freien Straßen aufgrund der Ausgangsbeschränkung haben am Osterwochenende einige Fahrer zum Rasen genutzt. Nicht nur die Spitzengeschwindigkeiten von teilweise über 200 Stundenkilometern, sondern ebenso die hohe Fallzahl waren auffällig.

Wie die Polizei mitteilt, hat die Verkehrspolizeiinspektion Augsburg am Wochenende, vom Ostersamstag bis einschließlich Ostermontag, in den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg unter anderem auf den Bundes- und Kreisstraßen , wie zum Beispiel der B 17, B 2 oder der AIC 25, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dabei hätten die Beamten zum Teil den Eindruck gehabt, dass einige Verkehrsteilnehmer die oft leeren Straßen als Gelegenheit wahrgenommen hätten, ihre Fahrzeuge einmal am oberen Rand des Tachos auszufahren.

Verstärkt wurde dieser Eindruck zum einen durch die gemessenen Höchstgeschwindigkeiten, zum anderen auch durch die hohen Beanstandungsquoten. Diese bewegen sich laut Polizei normalerweise im Bereich von zwei bis drei Prozent. An diesem Wochenende habe man allerdings Beanstandungsquoten im Bereich von vier, sechs, acht bis hin zu 11,53 Prozent an einer Messstelle im Bereich der B 2 (Mühlhauser Straße) registriert.

Aber auch die gefahrenen Geschwindigkeiten sollen in der Spitze dabei deutlich höher gelegen haben. Der Schnellste wurde hier auf der Bundesstraße 2 in südlicher Fahrtrichtung auf Höhe Langweid, wo normalerweise Tempo 120 erlaubt ist, gemessen: Ein Autofahrer soll dort mit fast 90 Kilometer pro Stunde mehr als erlaubt unterwegs gewesen sein, sprich er wurde mit 209 km/h geblitzt.

Nach Angaben der Polizei erwarten ihn nun eine Geldbuße in Höhe von 1.200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot. Nicht unwesentlich langsamer soll ein Autofahrer auf der AIC 25 (im Bereich Friedberg) gefahren sein, der bei erlaubten 100 mit 173 Stundenkilometer gemessen wurde. Ihn erwarten ein Bußgeld von mindestens 600 Euro, wobei die Polizei darauf hinweist, dass auch hier eine Verdoppelung möglich sei, zwei Punkte und ebenfalls drei Monate Fahrverbot. (pm)

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