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Kontrolle auf der A 8: Augsburger Polizei stoppt Raser und rettet Hundewelpen

Eine Streife der Augsburger Polizei hat am Dienstag einen mutmaßlichen Tierschmuggler erwischt. Er war zu schnell auf der A 8 gefahren und deswegen ins Visier der Beamten geraten. Im Kofferraum fanden sie zwei Zwergspitzwelpen.

Eine Polizeistreife hat am Dienstag bei einer Fahrzeugkontrolle auf der A 8 zwei Hundewelpen aus der Hand eines mutmaßlichen Tierschmugglers befreit. Dem 55-Jährigen wurde zum Verhängnis, dass er mit seinem Fahrzeuggespann deutlich zu schnell unterwegs war.

Kurz vor 19 Uhr kontrollierte die Streife der Verkehrspolizeiinspektion Augsburg zwischen den A-8-Anschlussstellen Dasing und Augsburg-Ost ein Fahrzeuggespann – ein VW-Transporter mit Anhänger – mit serbischer Zulassung. Der Fahrer sei statt mit den vorgeschriebenen 80 zum Teil mit bis zu 130 Stundenkilometern unterwegs gewesen. "Nach Abzug aller Mess-Toleranzen konnte ihm ein gerichtsverwertbarer videodokumentierter Geschwindigkeitsverstoß von mehr als 40 Stundenkilometer Überschreitung nachgewiesen werden", berichtet die Polizei. Das zu erwartende Bußgeld hierfür beläuft sich auf rund 720 Euro inklusive Gebühren und Auslagen.

Außerdem konnte dem 55-Jährigen noch nachgewiesen werden, dass er drei ihm offenbar unbekannte Personen an unterschiedliche Ziele unerlaubter Weise gegen Bezahlung befördert hatte. Das hierfür fällige Bußgeld beläuft sich auf 1580 Euro, ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Während der polizeilichen Maßnahmen hörten die Beamten dann das Wimmern von Hunden aus dem Kofferraum des Fahrzeugs. Unter einer Decke verborgen entdeckten sie zwei Hundeboxen mit zwei Zwergspitzwelpen darin. Da sich die Tiere in augenscheinlich schlechtem Allgemeinzustand befanden, wurde eine Amtsveterinärin zur Begutachtung hinzugezogen. Die geschätzt unter drei Monate alten Hunde wurden daraufhin sichergestellt und in einer Tierklinik unter Quarantänemaßnahmen untergebracht.

Der 55-jährige Fahrer gab an, gleichzeitig auch Züchter der Zwergspitzwelpen zu sein, gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Tierschmuggels ermittelt. Außerdem wird wegen der festgestellten Verwahrlosung der Tiere ein Bußgeld nach dem Tierschutzgesetz beziehungsweise Tiergesundheitsgesetz fällig. Zudem werden ihm auch noch die Kosten für die viereinhalb monatige Quarantäne in Rechnung gestellt, was zusammengenommen eine Rechnung von insgesamt 6260 Euro ergibt.

Der in Serbien wohnhafte 55-Jährige muss nun ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 8560 Euro bezahlen. Zur Sicherung des Bußgeldverfahrens musste der Mann noch an Ort und Stelle einen Teilbetrag als Sicherheitsleistung hinterlegen, zur Abdeckung des Restbetrages musste er ein in Deutschland wohnendes Familienmitglied als Bevollmächtigten benennen, bevor er seine Fahrt – ohne Hunde – fortsetzen durfte. (pm)

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