Region: Augsburg Stadt

Krawalle auf Maxstraße: Polizei identifiziert 20 Tatverdächtige

Nach den Ausschreitungen in der Maximilianstraße hat die Polizei bislang über 60 Straftaten dokumentiert und 20 Tatverdächtige identifiziert.

Die Polizei hat nach den Ausschreitungen auf der Maximilianstraße 20 Tatverdächtige identifiziert. In den frühen Morgenstunden wurden am Dienstag die Wohnungen von insgesamt 14 Tatverdächtigen durchsucht.

In der Nacht auf den 20. Juni griffen auf der Maximilianstraße bis zu 300 Feiernde Einsatzkräfte an, warfen Flaschen auf Polizisten. Einen ersten Fahndungserfolg vermeldete das Polizeipräsidium Schwaben-Nord nur wenige Tage später. Im Nachgang der Festnahme des mutmaßlichen Rädelsführer habe die Ermittlungsgruppe der Kripo Augsburg umfangreiches Video- und Bildmaterial ausgewertet. Ein Großteil des Materials stamme von Zeugen der Ausschreitungen, die der Polizei ihre Videoaufzeichnungen zukommen ließen. Darunter etwa 120 beweiskräftige Videoaufnahmen und umfangreiche Fotoaufnahmen.

Bis dato habe die Ermittlungsgruppe über 60 Straftaten dokumentieren und 20 Tatverdächtige identifizieren können, meldet die Polizei am Dienstag. Bereits jetzt sei erkennbar, dass ein Teil dieser Verdächtigen in der Tatnacht mehrfach auffiel und wiederholt Straftaten beging.

Bei den bislang ermittelten Tatverdächtigen handle es sich fast ausschließlich um männliche Täter im Alter zwischen 15 und 23 Jahren und nur eine weibliche Täterin. Die ermittelten Tatverdächtigen seien überwiegend deutsche Staatsangehörige (elf Tatverdächtige), deutsch-türkische Staatsangehörige (vier Tatverdächtige), türkische (zwei Tatverdächtige), albanisch (ein Tatverdächtiger), kroatisch (ein Tatverdächtiger) und äthiopisch (ein Tatverdächtiger) Staatsangehörige, so berichtet die Polizei.

Wohnungsdurchsuchungen am Dienstag

Die Ermittlungsgruppe arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft Augsburg zusammen, "um weitere strafprozessuale Maßnahmen gegen identifizierte Straftäter zu prüfen". Es seien unter anderem auch Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt worden, die am Dienstag vollzogen wurden. In den frühen Morgenstunden seien die Wohnungen von insgesamt 14 Tatverdächtigen – davon vier Jugendliche, sechs Heranwachsende und vier Erwachsene – durchsucht worden.

Es sei tatrelevantes Beweismaterial, unter anderem Kleidungsstücke und Mobiltelefone, sichergestellt worden, das nun ausgewertet werde.

"Die Ermittlungen zum Gesamtkomplex gehen unvermindert weiter, insbesondere was die Identifizierung und Verfolgung der noch unbekannten Straftäter anbelangt", berichtet die Polizei. Detailliertere Angaben könne man derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht machen. (pm/jaf)

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