Region: Augsburg Stadt

Kripo ermittelt wegen Kinderpornografie: Vater verwendet 15 Jahre altes Foto von sich und seinem Sohn als Statusbild

Ein Statusbild von sich und seinem Sohn hat für einen 59-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg rechtliche Konsequenzen.

Eine besorgte Frau hat sich am Dienstag bei der Kripo gemeldet, weil sie auf ein WhatsApp-Statusbild mit sexualisiertem Inhalt gestoßen war. Auf dem Bild zu sehen war ein etwa sechs Jahre alter Bub mit entblößtem Unterkörper, der mit gespreizten Beinen auf einem Sofa sitzt und an seinem Geschlechtsteil spielt, während ein erwachsener Mann in Unterhose daneben sitzt und seinen Arm um die Schulter des Jungen legt.

Im Zuge der Ermittlungen wurde die Wohnung eines 59-Jährigen aus dem Augsburger Umland durchsucht, allerdings keinerlei weitere entsprechende Bilder gefunden.

Wie sich schließlich herausstellte, wurde das mutmaßlich kinderpornografische Foto bereits vor etwa 15 Jahren aufgenommen und zeigt Vater und Sohn, ohne dass ein sexueller Missbrauch stattfand, so die Polizei. Dieses Foto hatte der Sohn vor kurzem wiederentdeckt und als "witzig gedachte Kindheitserinnerung" an seinen Vater geschickt. Dieser wiederum hat es als Statusbild eingestellt.

Seit dem 1. Juli ist das "Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder" in Kraft getreten, weshalb sich der Vater nun wegen des Verbrechenstatbestandes des Besitzes (oder sich Verschaffens) und der Verbreitung von Kinderpornografie verantworten muss. Der Strafrahmen bewegt sich zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe. (pm)

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