Region: Augsburg Stadt

Lebensgefährlich verletzt: 16-jähriger Messerstecher zu Jugendstrafe verurteilt

(Symbolbild)

Im vergangenen September kam es im Augsburger Stadtteil Oberhausen zu einer Auseinandersetzung mit schweren Folgen: Ein damals 15-Jähriger stach mit einem Messer auf einen 19-jährigen Bekannten ein, mit dem er wohl zuvor in Streit geraten war. Der 19-Jährige konnte noch selbst einen Notruf absetzen, bevor er in der Eschenhofstraße lebensbedrohlich verletzt zu Boden ging. Nun stand der heute 16-jährige Täter vor Gericht.

Das Leben seines Opfers konnte laut Anklage "durch eine Notoperation gerade noch gerettet werden". Das Augsburger Amtsgericht verhandelte den Fall aufgrund des jungen Alters des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft warf dem 16-Jährigen gefährliche Körperverletzung vor. Der Jugendliche gab die Tät vor Gericht schließlich auch vollumfänglich zu. Bereits zuvor hatten sich die Anwälte der jungen Männer auf einen Täter-Opfer-Ausgleich verständigt, durch den das Opfer 5080 Euro Schadensersatz erhält.

Richter Günther Baumann wertete da Geständnis und den Täter-Opfer-Ausgleich bei der Strafzumessung zu Gunsten des Angeklagten, für eine Bewährungsstrafe reichte das aber schließlich nicht. Der Richter befand den 16-Jährigen der gefährlichen Körperverletzung für schuldig und verurteilte ihn zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten, ein Strafmaß, das nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Der 16-Jährige muss damit in einer Jugend-Justizvollzugsanstalt bleiben. Der 16-Jahrige kann gegen das Urteil noch Berufung einlegen. (lat)

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