Region: Augsburg Stadt

Mann will Frau am Augsburger Hauptbahnhof helfen und wird in die Gleise gestoßen

Am Augsburger Hauptbahnhof haben bislang Unbekannte einen Mann ins Gleisbett gestoßen.

Ein junger Mann, der einer angegriffenen Frau am Augsburger Hauptbahnhof helfen wollte, wurde kürzlich selbst Opfer einer Gewalttat. Die drei unbekannten Täter stießen den Helfer vom Bahnsteig in die Gleise.

Wie die Bundespolizei am Mittwoch berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am vergangenen Samstag um etwa 1 Uhr. Drei bislang unbekannte Täter gingen am Hauptbahnhof eine Frau an. "Ein junger Mann wollte der Frau zur Hilfe kommen und brachte sich dadurch in Lebensgefahr", so die Polizei.

Er wurde von den drei Tätern sofort angegriffen und unvermittelt rücklings vom Bahnsteig in die tiefer liegenden Gleise gestoßen. Zu dieser Zeit fand nach Angaben der Polizei kein Zugverkehr statt. Die Täter halfen dem Geschädigten zwar wieder aus dem Gleisbereich, ergriffen daraufhin aber die Flucht. Auch die weibliche Person ging einfach davon, ohne sich um ihren verletzten Helfer zu kümmern.

Initiative für mehr Zivilcourage

"Solche und ähnliche Vorfälle sind für die meisten Menschen Ausnahmesituationen. Es sind Stresssituationen, in denen man eingreifen, helfen oder als Zeuge aussagen muss", erklärt die Bundespolizei. Aus diesem Grund gibt es unter www.Aktion-Tu-was.de eine Initiative der Polizei für mehr Zivilcourage.

In dieser Kampagne wird mit sechs Tipps, wie beispielsweise „Bitte Andere um Mithilfe“ oder „Kümmere Dich um Opfer“ die Zivilcourage einfach erklärt. Diese Hinweise zeigen, wie man sich am besten verhält, wenn man im Alltag Zeuge von Gewalttaten, Vandalismus, Belästigung oder Diskriminierung wird. Der wichtigste Tipp sei laut Polizei jedoch: „Hilf, aber bring Dich nicht in Gefahr“. Heldentum ist in solchen Fällen fehl am Platz. Die Polizei anrufen, andere Personen um Hilfe bitten, vor allem wenn man in der Unterzahl ist und sich für eine spätere Zeugenaussage das Aussehen des Täters merken, das sollte bei der Zivilcourage im Vordergrund stehen. Auch im Zweifelsfall kann jederzeit die Polizei verständigt werden. (pm)

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