Region: Augsburg Stadt

Polizei ermittelt gegen Ehepaar wegen Verdachts auf Handel mit Kokain und Impfpässen

Gegen einen 59-Jährigen und seine Frau aus Erding wird derzeit wegen Handels mit Drogen und gefälschten Impfpässen ermittelt. Dabei sollen die beiden 17 falsche Impfausweise von einem 44-Jährigen aus Augsburg bezogen haben.

Gegen einen 59-Jährigen sowie seine 62-jährige Ehefrau hat die Kriminalpolizei zunächst wegen Drogenhandels ermittelt. Erst im weiteren Verlauf habe sich auch der Verdacht ergeben, dass die beiden mit gefälschten Impfpässen handelten. Mindestens 17 dieser falschen Pässe soll das Paar von einem Augsburger gekauft haben.

Der Polizei zufolge habe man nach mehrmonatigen Ermittlungen bereits am 22. Oktober einen 59-Jährigen und dessen 62-jährige Ehefrau, beide aus dem Landkreis Erding, wegen des Verdachts des unerlaubten Kokainhandels festnehmen können. Bei der Durchsuchung ihrer Privat- und Geschäftsräume seien Kokain und Marihuana, eine Schreckschusspistole sowie ein Springmesser gefunden und sichergestellt worden. "Das Ehepaar wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut noch am 23.10.2021 dem zuständigen Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Landshut vorgeführt, der gegen die beiden Tatverdächtigen Haftbefehle erließ", heißt es im Bericht der Polizei. Der Haftbefehl gegen die Ehefrau sei mittlerweile gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden.

Laut Polizei sei außerdem der Verdacht begründet, dass der 59-Jährige mit gefälschten Impfpässen Handel treibe, die Corona-Impfungen vortäuschen. Mindestens 17 solcher Impfpässe soll der Verdächtige von einem 44-jährigen Augsburger zum Stückpreis von 250 Euro gekauft und für 300 Euro gewinnbringend weiterveräußert haben. Drei Impfpässe wurden bereits im bei der Wohnungsdurchsuchung im Oktober sichergestellt. Eine weitere Fälschung wurde bei einem 37-Jährigen gefunden und sichergestellt. Dieser sei wegen des Erwerbs von Rauschgift beim Hauptbeschuldigten in den Fokus der Ermittler geraten.

Fünf weitere Käufer gefälschter Impfpässe, im Alter von 19 bis 74 Jahren, allesamt aus dem Landkreis Erding, haben die Beamten ermittelt und deren Wohnungen am frühen Morgen des 11. Novembers, durchsucht. "Hierbei wurden vier gefälschte Impfpässe, sowie ein „Digitales Covid Zertifikat EU“ beschlagnahmt", berichtet die Polizei. Das Impfzertifikat habe sich eine 40-Jährige unter Vorlage des gefälschten Impfpasses bei einer Apotheke erschlichen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion in Erding und der Staatsanwaltschaft in Landshut diesbezüglich dauern derzeit noch an. (pm)

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