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Nach Randale auf Augsburger Maxstraße: Polizei fasst weitere Tatverdächtige

Fahndungserfolg für die Polizei: Vier weitere Tatverdächtige nach der Krawallnacht auf der Augsburger Maxstraße wurden nun ermittelt.

Beleidigungen, Flaschenwürfe und Angriffe auf Polizei und Rettungskräfte: Der Gewaltausbruch auf der Maximilianstraße in der Nacht auf den 20. Juni hat Augsburg erschüttert. Mit Hochdruck fahndet die Polizei nach den mutmaßlichen Tätern. Vier weitere Männer wurden nun als Tatverdächtige ermittelt.

Bereits 32 Tatverdächtige hätten bis Mittwochvormittag identifiziert werden können, so die Polizei. Es handle sich um drei Frauen und 29 Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren. Die ermittelten Tatverdächtigen seien überwiegend deutsche Staatsangehörige, nämlich 21 Personen. Die übrigen Tatverdächtigen seien ungarischer, äthiopischer, bulgarischer, syrischer, polnischer, albanischer, kroatischer, türkischer und italienischer Staatsangehörigkeit. Die Verdächtigen „begingen in der betreffenden Nacht teilweise wiederholt Straftaten und waren nach aktuellem Stand an insgesamt 46 Fällen beteiligt“, berichtet die Polizei. In diesem Zusammenhang sei es zuletzt zum Vollzug von 18 weiteren Durchsuchungsbeschlüssen gekommen.

Aktuell werde auch gegen rund 30 unbekannte Tatverdächtige ermittelt, so die Polizei am Vormittag weiter. „Wie bereits unmittelbar nach den Vorkommnissen angekündigt, werden dabei je nach Deliktsschwere alle rechtlichen Möglichkeiten genutzt“, betonen die Beamten. In vier Fällen setzte die Polizei am Mittwoch daher das Mittel der Öffentlichkeitsfahndung ein und gab Fotos der Verdächtigen an die Presse heraus. Bei den vier Männern bestehe der Verdacht des besonders schweren Landfriedensbruchs und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der versuchten gefährlichen Körperverletzung.

Schon im Laufe des Mittwochvormittags seien über die eigens eingerichtete Hotline der Kripo Augsburg und auf den Social-Media-Kanälen der Polizei mehrere Hinweise zu den Tatverdächtigen eingegangen. Die Kripo bereitete sich nach eigenen Angaben bereits im Vorfeld – auch personell – auf eine entsprechende Resonanz intensiv vor und konnte daher umgehend eingehende Hinweise überprüfen.

Inzwischen seien alle vier Personen auf den Fahndungsplakaten ermittelt worden, heißt es von der Polizei am Nachmittag. Erste kriminalpolizeiliche Maßnahmen seien ergriffen worden. (pm)

Da die Fahnung von der Polizei als erledigt angesehen wird, haben wir die entsprechenden Fotos aus diesem Artikel entfernt, um die Persönlichkeitsrechte der Tatverdächtigen zu wahren. 

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