Region: Augsburg Stadt

"Rehcycling-Skulptur" steht nun auf dem Gaswerkgelände

Das rund dreieinhalb Tonnen schwere Reh zog vom Hochablass auf das Gaswerksgelände um.

Rund zwei Monate zog es die Blicke Tausender am Hochablass auf sich, nun ist die Zeit dort für das Plastikmüll-Reh der Stadtwerke Augsburg abgelaufen, denn es zog in den vergangen Tagen auf das Gaswerkgelände in Oberhausen um.

Die rund dreieinhalb Tonnen schwere Skulptur samt Fundament wurde in einer mehrstündigen Aktion mit Kranwagen und Bagger auf das Gaswerksareal im Augsburger Norden transportiert. Mit dabei waren auch die Künstler Daniel Man und Sebastian Giussani, beide Teil des Künstlertrios "GiKaMa", das das Reh im Juli erschaffen hatte.

„Wir sind überglücklich, dass unser Reh hier auf dem Gelände des Gaswerks ein so schönes neues Zuhause gefunden hat“, freute sich Künstler Sebastian Giussani nach dem Umzug. Für die Stadtwerke war es besonders wichtig, dass die Skulptur, die ein Zeichen für Trinkwasserschutz und Nachhaltigkeit setzt, auch langfristig Bestand hat. Deshalb war bereits bei der Planung der Rehskulptur die Transportfähigkeit sowie die langfristige Beständigkeit ein zentrales Kriterium für den Bau.

„Bei der Suche nach einem neuen Standort für unser Reh lag die Entscheidung für das Gaswerk nahe“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Alfred Müllner. „Wo würde die Skulptur besser hinpassen als auf den neu entstehenden Hotspot für Kunst und Kreativwirtschaft in Augsburg?“

Rund vier Meter hoch und mehr als drei Meter lang ist die "Rehcycling-Skulptur". Das aus Plastikmüll geformte Reh symbolisiert die Müllbelastung, unter anderem im Augsburger Stadtwald und die damit verbundenen Herausforderungen für das Trinkwasserschutzgebiet. Der verwendete Plastikmüll wurde auch bei Aktionen mit Augsburger Schülern gesammelt.

Gerade während der Corona-Zeit hat sich das Müllproblem im Stadtwald verschlimmert: Im Wald sind seitdem 38 Prozent mehr Besucher unterwegs als vorher. „Allerdings nehmen die Leute oftmals die leeren Verpackungen nicht mehr mit nach Hause“, erklärt Forstamtsleiter Jürgen Kircher. „Die 210 Müllkörbe im Siebentischwald werden jede Woche geleert. Momentan werden rund 1100 Liter Müll aus dem Wald geholt“, sagt Kircher. Das sei mehr als dreimal so viel, als sonst. (pm)

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