Region: Augsburg Stadt

Startschuss für die Feuerwache West: Stadtrat soll am Freitag Beschluss absegnen

Ein mobiles Einsatzteam der Berufsfeuerwehr und das Fahrzeug "Magirus Multistar" unterstützen derzeit die Freiwillige Feuerwehr Kriegshaber im Augsburger Westen.

Zehn Minuten darf es per Gesetz dauern, bis die Feuerwehr an ihrem Einsatzort ankommt. Im Augsburger Westen brauchten die Einsatzkräfte in 25 bis 30 Fällen pro Jahr länger. Die Stadt plant dort deshalb schon seit einiger Zeit einen weiteren festen Standort für die Berufsfeuerwehr. Am Freitag soll nun der Stadtrat sein Okay geben, damit es dann an die konkreten Planungen gehen kann.

Die Hauptfeuerwache der Augsburger Berufsfeuerwehr liegt an der Berliner Allee, also im Osten der Stadt. Von diesem Punkt aus dauert es, je nach Verkehr, auch mal länger bis die Feuerwehrleute etwa in Kriegshaber ankommen. Und dabei wächst gerade dieser Teil Augsburgs. Mit dem Sheridan Park, dem Reese-Areal und den Neubauten rund um den Campus der Uniklinik kommt immer mehr Wohnbebauung dazu. So wurde 2019 der "Feuerwehrbedarfsplan 202x" entwickelt, der auch die Entstehung eines festen Standortes für die Berufsfeuerwehr im Westen vorsieht.

Um die Zeit zu überbrücken, bis diese Feuerwache einsatzbereit ist, sind nun seit Oktober interimsweise mobile Teams der Berufsfeuerwehr bei der Freiwilligen Feuerwehr Kriegshaber stationiert. Denn die Freiwilligen Feuerwehren alleine können den Bedarf nicht stemmen. Deren Standorte müssten rund um die Uhr besetzt sein, was derzeit nicht gewährleistet werden kann. Wie ein Rechenbeispiel in der Beschlussvorlage des Stadtrates zeigt, würden insgesamt 210 ehrenamtliche Einsatzkräfte benötigt, die das ganze Jahr über zur Verfügung stehen müssten. Dafür würden jährlich 2.880.000 Euro Aufwandsentschädigung anfallen.

Stimmt der Stadtrat dem Beschlussvorschlag zu, soll es an die Umsetzung der dritten Augsburger Feuerwache gehen. Ein konkreter Standort muss gefunden, ein Betriebskonzept erstellt, der Bedarf an Personal und Ausstattung ermittelt werden. In den entsprechenden Ausschüssen wurde der Feuerwehrbedarfsplan bislang überwiegend wohlwollend angenommen.

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