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Tierhortung und Grundwassergefährdung: Polizei durchsucht landwirtschaftliches Anwesen, das einer Mülldeponie gleicht

Zudem fand die Polizei rund 25 Ziegen und Schafe sowie ein Pferd, die alle unter schlechten hygienischen Zuständen in bereits festgetretenem, circa 80 Zentimeter hohem Mist standen (Symbolbild).

Die Donauwörther Polizei hat, auf Beschluss der zuständigen Staatsanwaltschaft, am Donnerstag ein landwirtschaftliches Anwesen durchsucht. Ursache für die Ermittlungen sei gewesen, dass "die Grundstücksbesitzer den kompletten Hofbereich des landwirtschaftlichen Anwesens als Mülldeponie sowie Ablagerungsfläche für Schrottfahrzeuge nutzen", heißt es von der Polizei. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von Kollegen aus dem Landratsamt Donau-Ries und dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth.

Zahlreiches Ungeziefer, beispielsweise Ratten, habe die Polizei laut Bericht bereits von der Straße aus feststellen können. "Zudem war durch Sickersäfte größerer Fäkalienansammlungen von Tieren eine Grundwassergefährdung gegeben", berichtet die Donauwörther Inspektion weiter. Die Beamten durchsuchten das Anwesen in Schutzanzügen.

Laut Polizei seien die 49 und 62 Jahre alten Grundstücksbesitzer "mit dem Halten zahlreicher Tiere offenkundig massiv überfordert". Die Wohnbereiche seien bis unter die Decke mit Müll befüllt gewesen. Zudem fand die Polizei rund 25 Ziegen und Schafe sowie ein Pferd, die alle unter schlechten hygienischen Zuständen in bereits festgetretenem, circa 80 Zentimeter hohem Mist standen.

Die Tiere wurden in amtliche Obhut genommen. Sieben Katzenbabys und zwei ältere Katzen wurden ins Tierheim gebracht. Gegen das Paar wird nun unter anderem wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, wegen unerlaubten Umgangs mit Abfällen, wegen Bodenverunreinigungen und wegen Verstößen gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz ermittelt. (pm)

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