Region: Augsburg Stadt

Was trotz Ausgangsbeschränkung in der Freinacht erlaubt ist

Die Freinacht wirft jedes Jahr erneut die Frage auf, was noch Scherz und Brauchtum und was schon als Straftat zu berwerten ist. Vom ausgehängten Gartentürchen bis hin zur schweren Sachbeschädigung war all die Jahre das gesamte Spektrum abgedeckt. Doch dieses Jahr stellt sich dank des Corona-Virus eine viel grundsätzlichere Frage: Wie soll eine Freinacht in Zeiten von Corona, mit Maskenpflicht, Quarantäne und Abstandsgebot möglich sein?

Gar nicht!

Die Ausgangsbeschränkung gilt laut Angaben der Polizei auch in der Freinacht und das sonst durch das Brauchtum abgedeckte Spielen kleinerer Streiche, wie z. B. das "Verziehen" von Gegenständen, stelle keinen triftigen Grund zum Verlassen der eigenen Wohnung dar. Zumal hier besonders die Gefahr besteht, dass schnell Gruppenbildung eintritt, die ja eben vermieden werden soll. Somit muss die Freinacht dieses Jahr bayernweit komplett ausfallen und Verstöße gegen die Allgemeinverfügung werden von der Polizei geahndet, allerdings gibt es da eine kleine Ausnahme.

Freinacht gestrichen, aber

Denn der Gesetzgeber, erlaubt im Rahmen der Ausgangsbeschränkung eine einzige Ausnahme in Sachen Freinacht: Verliebten bleibt es weiterhin erlaubt, dem oder der Angebeteten einen kleinen geschmückten Maibaum, ein so genanntes Maierle, vor die Tür zu stellen. Dieser Brauch sei als Bewegung an der frischen Luft grundsätzlich zulässig, insofern man sich auch hier an die Regeln hält. Das bedeutet, es dürfen sich keine Gruppen bilden, man ist mit maximal einer nicht zum eigenen Haushalt gehörenden Person unterwegs und hält sich an das Abstandsgebot sowie die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. (staz/pm)

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