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Über A96 und B17 bis nach Augsburg: 43-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit "lebensgefährlichen Fahrmanövern" mit der Polizei

Im Einsatz waren mehrere Streifenwagen von Dienststellen der Polizeipräsidien Oberbayern-Nord und Schwaben-Nord sowie ein Polizeihubschrauber. Der Audi-Fahrer ließ sich davon wohl nicht beeindrucken. Er flüchtete bis nach Augsburg.

Eine Verfolgungsjagd mit der Polizei von der A96 über Igling im Landkreis Landsberg, die B17, Klosterlechfeld und Bobingen bis nach Augsburg-Inningen hat sich ein 43-Jähriger am Donnerstag geleistet.

Gegen 14.15 Uhr sei zunächst die Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck alarmiert worden. Ein "auffälliger schwarzer Audi S4" sei auf der A96 unterwegs. Der Fahrer habe bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 120 gefährliche Überholmanöver auf dem Seitenstreifen riskiert und sei mit teilweise 200 Sachen über die Autobahn gerast, berichtet die Polizei. Eine erste Kontrolle in Igling nutze der Mann dann laut Polizeibericht dazu, sich im Fahrzeug einzuschließen, um sich anschließend mit hoher Geschwindigkeit der Verkehrskontrolle zu entziehen. Seine Flucht zog sich von Igling über die B17, die ST2027 bei Klosterlechfeld, zurück auf die B17 bis Königsbrunn, über die ST2380 bis Bobingen und schließlich über die ST2035 bis Inningen. Unterwegs sei es zu Kollisionen mit zwei Streifenwagen und einem Verkehrsschild gekommen.

"Die verfolgenden Polizeifahrzeuge konnten aufgrund der sehr hohen gefahrenen Geschwindigkeiten gerade noch folgen", schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Der Flüchtende habe "lebensgefährliche Fahrmanöver" gezeigt.

In Inningen sei es den Beamten schließlich gelungen, das Fahrzeug anzuhalten. "Der Fahrer musste unter massivem Widerstand aus dem Auto geholt und vorläufig festgenommen werden." Drei Polizeibeamte hätten sich dabei leicht verletzt. Der 43-Jährige selbst habe anschließend leicht verletzt vom Rettungsdienst behandelt werden müssen.

Im Einsatz seien mehrere Streifenwagen von Dienststellen aus den Bereichen der Polizeipräsidien Oberbayern-Nord und Schwaben-Nord sowie ein Polizeihubschrauber gewesen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von circa 35.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft Augsburg ordnete eine Blutentnahme und Führerscheinbeschlagnahme an. Der 43-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte rechnen. Zeugen der Verfolgungsfahrt und Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08191/932-0 bei der sachbearbeitenden Polizeiinspektion Landsberg am Lech zu melden. (pm)

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