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Woran erkennt man die neuen Dienstausweise der Bayerischen Polizei?

Links der bisherige grüne Dienstausweis der Polizei, der bis Ende August vom neuen blauen Ausweis im Scheckkartenformat abgelöst wird.

Regelmäßig wird vor Betrügern gewarnt, die sich als Polizeibeamte ausgeben. Doch woran kann man eigentlich einen echten von einem falschen Polizisten unterscheiden? Natürlich am Dienstausweis. 35 Jahre lang war dieser in Bayern grün, nun erhalten die 44.000 Beschäftigten der Bayerischen Polizei einen neuen blauen Ausweis im Scheckkartenformat.

"Modern und fälschungssicher" sollen sie sein, die neuen Dienstausweise, die rund 44.000 Beschäftigte der Bayerischen Polizei erhalten und mit denen der seit 35 Jahren bestehende grüne Vorgänger nun abgelöst wird. Hergestellt werden die neuen Ausweise zentral bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Bamberg und dem Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg. Bei der Pressekonferenz im März stellte Bayerns Staatsminister Joachim Herrmann die neuen Ausweismodelle am Firmensitz der Mühlbauer ID Services GmbH in Roding vor, die Know-how und Maschinen für die Herstellung liefern. Die neuen Dienstausweise seien laut Staatsminister Herrmann ein "High-Tech-Spitzenprodukt".

Bereitschaftspolizei als Servicedienstleister

Am Standort der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Bamberg sollen die knapp 20.000 Ausweise für die fränkischen Polizeipräsidien und die Bereitschaftspolizei hergestellt und verteilt werden. Neben den zentralen Aufgaben wie beispielsweise der Einstellung und Ausbildung sowie der Unterstützung bei besonderen Einsätzen sei die Bayerische Bereitschaftspolizei zentraler Servicedienstleister für die gesamte Polizei in Bayern. Wie bei der Umstellung auf die neue Uniform und die neue Dienstwaffe spiele die Bereitschaftspolizei demnach auch bei der Einführung des neuen Dienstausweises eine wichtige Rolle, sagt Polizeipräsident Udo Skrzypczak. Sukzessive sollen in den kommenden Monaten alle bayerischen Polizeidienststellen mit den neuen Ausweisen ausgestattet werden.

Laut Mitteilung der Bereitschaftspolizei erhalten den Dienstausweis aktive Polizeivollzugsbeamte. Anhand des Designs und einfach zu erkennenden Sicherheitsmerkmale soll die Echtheit des Ausweises schnell überprüft werden können. Der Beschäftigtenausweis sei für Beamte beziehungsweise Angestellte in der Polizeiverwaltung sowie auch für Polizeianwärter im ersten Ausbildungs- beziehungsweise Studienjahr gedacht. Bei gleichem Design ist er farblich etwas heller gestaltet als der Polizeidienstausweis. Den Ruhestandsausweis dagegen erhalten nur ehemalige Polizeiangehörige.

Mehrere Sicherheitsmerkmale beim neuen Polizei-Ausweis

Augenmerk habe man insbesondere auf die Fälschungssicherheit der neuen Dienstausweise gelegt. Auch dem Phänomen der Betrugsmasche durch "falsche Polizeibeamte" wolle man so entgegenwirken. Verschiedene Sicherheitsmerkmale des neuen Dienstausweises sollen damit auch Hilfestellung für die Bevölkerung sein, um zu erkennen ob es sich um die echte Polizei oder um Betrüger handelt. Deshalb verfügt der neue Dienstausweis über ein Anti-Scan-Muster, einen speziellen Sicherheitsdruck, ein Kippbild des Fotos sowie ein integriertes Hologramm. Darüber hinaus hat man die Polizeidienstausweise und Beschäftigtenausweise mit sogenannten "RFID-Chips" zur automatischen und kontaktlosen Identifizierung ausgestattet. Daraus sollen sich neue Möglichkeiten ergeben, um in Zukunft noch einfacher auf IT-Anwendungen zugreifen zu können.

Umstellung bis Ende August

Die Umstellung vom alten zum neuen Polizeidienstausweis soll Ende August abgeschlossen sein. In der Übergangsphase behielten auch noch die grünen Polizeidienstausweise ihre Gültigkeit. Bis Herbst 2021 sollen die alten Ausweise dann aber endgültig ausgedient haben. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Bürger, die besonders in der Übergangszeit unsicher sind und Zweifel an der Echtheit einer Polizeibeamtin oder eines Polizeibeamten haben, sich zur Sicherheit an den Polizeinotruf 110 wenden sollen. (pm)

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