Region: Augsburg Stadt

Zwei Fälle von Trickbetrug am Telefon: Rentner informieren Polizei

Die Polizei informiert über zwei Fälle von Trickbetrug am Telefon.

Zwei Fälle von Trickbetrug am Telefon haben sich am Dienstag in Augsburg ereignet. Beide Senioren wandten sich an die Polizei.

Wie die Beamten nun mitteilen, wurde ein Rentner aus Lechhausen am Dienstag von einer Frau "Johanna Jäger" angerufen, die sich als Gerichtsvollzieherin der Verteilerstelle Düsseldorf ausgab. Gegen den Senior läge immer noch eine offene Forderung in Höhe von 5820 Euro vor, die aus einer Gewinnspielteilnahme aus dem Jahr 2012 datiere, da er damals bei "Eurowins Glückspiele" teilgenommen habe, die laut Polizei nicht existiert. Diesbezüglich gebe es bereits Mahnungen mit entsprechenden Zahlungsaufforderungen, die der Rentner bislang offenbar ignoriert habe. Deswegen solle sich der Angerufene bei einer Frau "Kunze" von der Bankaufsichtsbehörde melden.

Der Rentner jedoch machte das einzig Richtige, so die Polizei, indem er das Gespräch beendete, zumal er nie bei einem derartigen Gewinnspiel mitgemacht hatte. Stattdessen erstattete er Anzeige bei der Polizei. Ein Schaden entstand nicht.

Ebenfalls am Dienstag erhielt eine Rentnerin aus Hochzoll den Anruf einer Frau "Dr. Jensen" die sich als Rechtsanwältin einer Gewinnspielfirma ausgab. Sie teilte der Seniorin mit, dass sie eine Geldsumme über 149.000 Euro gewonnen habe. Um an den Gewinn zu kommen, müsse sie nur zwei Amazon-Gutscheine über je 100 Euro kaufen und die Codes anschließend per Telefon durchgeben. Als Grund hierfür gab die vermeintliche Rechtsanwältin an, dass die Firma Amazon Sponsor des Gewinnspiels sei. Diesbezüglich erhalte sie auch noch einen weiteren Anruf einer anderen Mitarbeiterin.

Die Rentnerin befolgte die Anweisungen und erhielt tags darauf den angekündigten Anruf. Hierbei wurde ihr dann gesagt, dass sie nun noch die Transferkosten in Höhe von 4050 Euro überweisen müsse, erst dann könne die Gewinnausschüttung erfolgen. Dieser Aufforderung kam die Rentnerin jedoch nicht nach, sondern meldete den Vorfall bei der Polizei. Die Beamten stellten fest, dass die Seniorin geraume Zeit zuvor tatsächlich an einem Gewinnspiel bei einem bekannten Zeitschriftenverlag teilgenommen hatte und deshalb der Annahme war, möglicherweise tatsächlich gewonnen zu haben. (pm)

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