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Zecken-Krankheiten bei Hunden

Aktive Hunde sind oft ein 'gefundenes Fressen' für Zecken

Wissen, Fakten, Tipps / Nachgefragt beim Tierarzt*

Zecken sind blutsaugende Parasiten, die verschiedene Erreger übertragen und auch bei Hunden schwere bis tödliche Erkrankungen auslösen können. Symptome treten zum Teil erst mehrere Wochen nach dem Zeckenstich auf.

Anfangs zeigen die meisten betroffenen Hunde eher unspezifische Krankheitsanzeichen wie Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Ein Befall mit Borrelien (Bakterien) führt dann zu Entzündungen verschiedener Gelenke, verbunden mit Schwellungen und Lahmheiten. Übertragene Babesien (Blutparasiten) zerstören die roten Blutkörperchen. Diese „Hundemalaria“ zeigt sich in Fieber, Teilnahmslosigkeit und Fressunlust, gefolgt von Durchfall, Erbrechen, Atemnot und Husten. Die weißen Blutkörperchen werden bei der Anaplasmose befallen. Dabei kommt es nach hohem Fieber im späteren Verlauf zu schweren Blutungen.

An der Hirnhautentzündung FSME, die durch Zecken übertragene Viren verursachen, erkranken Hunde im Vergleich zu Menschen nur sehr selten.

Gegen alle Zeckenkrankheiten schützen vorbeugend geeignete Halsbänder, Spot-on Präparate oder Tabletten, die beim Tierarzt erhältlich sind.

* Tonia Olson ist Tierärztin im Tierheim Augsburg

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