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Augsburger Arbeitsmarkt: Omikron-Welle hat bislang wenig Einfluss

Die Augsburger Agentur für Arbeit spricht von einem "stabilen" Arbeitsmarkt im Januar.

Der Arbeitsmarkt in Augsburg und der Region blieb laut der Agentur für Arbeit Augsburg im Januar "stabil": Die Zunahme der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar falle "saisonüblich" aus, sagt Geschäftsführerin Elsa Koller-Knedlik. Immerhin 1671 Arbeitslose mehr sind in der Statistik des Arbeitsagentur gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es aber weiterhin einen starken Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

So sind im Vergleich zum Januar 2021 3315 Personen oder 17,8 Prozent weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sinkt damit im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 auf jetzt 3,9 Prozent. Insgesamt gibt es in der Region laut der Statistik 15 290 Arbeitslose.

Beim Blick auf die verschiedenen Region im Einzugsgebiet des Augsburger Arbeitsamts kommt es zu Unterschieden. In der Stadt Augsburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 9,5 Prozent an, was nun einer Quote von 5,5 Prozent entspricht – im Dezember lag diese bei 5 Prozent, im Januar 2021 allerdings noch bei 6,6 Prozent.

In beiden Landkreisen fällt die Arbeitslosenquote trotz des typischen Anstiegs im Januar weiterhin deutlich niedriger aus. So stieg sie im Landkreis Augsburg mit 15,1 Prozent mehr Arbeitslosen auf 2,7 Prozent an, bei 3,5 Prozent im Vorjahr. Im Landkreis Aichach-Friedberg lag die Arbeitslosenquote noch etwas niedriger bei 2,6 Prozent (3,1 im Januar 2021). Im Vergleich zum Vormonat gab es 20,4 Prozent mehr Arbeitslose. Beide Landkreise befinden sich damit laut der Agentur für Arbeit weiterhin im Bereich der Vollbeschäftigung.

Die Auswirkungen der Corona-Krise lassen sich weiterhin an der Kurzarbeit erkennen. Nach wie vor lägen mehr Kurzarbeits-Anzeigen als vor der Pandemie vor. Auch der erneute Anstieg seit November habe sich im Januar fortgesetzt. Im Allgemeinen scheine sich der Arbeitsmarkt laut Arbeitsagentur im Vergleich mit dem Vorjahr allerdings weiter von den Problemen der Pandemie zu erholen. So wurden im Januar 263 oder 35,3 Prozent mehr neue Stellenangebote in die Jobbörse aufgenommen als im Vorjahr. Mit insgesamt 2222 Stellen liege man sogar "deutlich über dem Vor-Corona-Niveau", betont Koller-Knedlik. "Zwar wächst sich Omikron zur bislang höchsten Corona-Welle aus, aber der Arbeitsmarkt könnte ohne große Schrammen durchkommen." Laut der Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit bestehe bei den Unternehmen aktuell wohl die Hoffnung, dass in der aktuellen Welle trotz vieler Infektionen keine zusätzlichen Eindämmungsmaßnahmen notwendig sein werden. (pm)

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