Region: Augsburg Stadt

Fusion zum Jahreswechsel: BKK Stadt Augsburg wird zur Audi BKK

Volkmar Kuhne, (Verwaltungsratsvorsitzender BKK Stadt Augsburg – Arbeitgebervertreter; von links), Stefan Pulver (Vorstand BKK Stadt Augsburg), Gerhard Fuchs (Vorstandsvorsitzender Audi BKK) und Manfred Knöpfle (Verwaltungsratsvorsitzender BKK Stadt Augsburg – Versichertenvertreter) sind froh über die beschlossene Fusion der beiden Krankenkassen.

Mit der BKK Stadt Augsburg fusioniert die letzte kommunale Betriebskrankenkasse mit einer der großen Betriebskrankenkassen Deutschlands. Dieser Schritt ist für den 1. Januar 2023 geplant und soll mehr finanzielle Stabilität und günstigere Beitragssätze ermöglichen.

Die BKK Stadt Augsburg fusioniert zum 1. Januar 2023 mit der Audi BKK. Diesen Schritt haben die Stadt Augsburg und die Audi BKK am Montag bekannt gegeben . Anfang Juli haben die Aufsichtsgremien der BKK Stadt Augsburg und der Audi BKK der Kooperationsvereinbarung zugestimmt und den Fusionsvertrag beschlossen.

Mit rund 15 000 Versicherten gehöre die 1913 gegründete Betriebskrankenkasse der Stadt Augsburg zu den kleinen ihrer Art in Deutschland und sei die letzte in kommunaler Hand, wie die Stadt informiert. Mit der Fusion zur Audi BKK endet damit für die Stadt Augsburg und deren kommunalen Trägerunternehmen eine 109-jährige Tradition einer eigenen Betriebskrankenkasse. Der Schritt sei notwendig, weil die Versichertenentwicklung bei der BKK Stadt Augsburg seit Jahren rückläufig sei. Jetzt wird die BKK Stadt Augsburg als letzte Betriebskrankenkasse in kommunaler Hand geschlossen.

Hohe Leistungsausgaben bei sinkenden Beitragseinnahmen

Die BKK Stadt Augsburg hat unter allen Krankenkassen den zweithöchsten Altersdurchschnitt bei den Versicherten. Das bedeute überdurchschnittliche Leistungsausgaben bei sinkenden Beitragseinnahmen. "Wir können die hohen Kosten nicht mehr an unsere Versicherten weitergeben. Der Zusammenschluss mit der Audi BKK ist daher eine große Chance, die Kosten deutlich zu senken und den Versichertenservice noch weiter zu verbessern", sagt Frank Pintsch, Personalreferent der Stadt Augsburg.

"Langfristige finanzielle Stabilität"

Mit rund 730.000 Versicherten und rund 800 Beschäftigten zählt die Audi BKK zu den 20 größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Für die Versicherten bedeute der Zusammenschluss deutlich günstigere Beitragssätze und ein weiterhin sehr gutes Leistungsspektrum, zu dem unter anderem auch digitale Angebote per App gehören sollen. "Mit der Fusion ist eine langfristige finanzielle Stabilität verbunden. Dadurch stellen wir sicher, dass wir unseren Versicherten auch künftig die besten Leistungen zu einem attraktiven Preis anbieten können", so der Personalreferent.

Standort in Augsburg bleibt erhalten

Jörg Schlagbauer, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Audi BKK und Vertreter der Versicherten, erklärt: „Durch die Fusion setzt die Audi BKK ihre Strategie konsequent um." Die Versichertengemeinschaft der BKK Stadt Augsburg werde "nahtlos von den Leistungen, dem attraktiven Beitragssatz sowie den Services profitieren", verspricht Schlagbauer.

„Als kleinere, betriebsbezogene Krankenkasse wird es zunehmend schwieriger, die Zukunft in der Gesetzlichen Krankenversicherung eigenständig zu bewältigen“, ergänzt Manfred Knöpfle, Vorsitzender des Verwaltungsrats der BKK Stadt Augsburg. „Durch den Zusammenschluss mit der Audi BKK haben wir eine sehr gute Lösung gefunden. Die Audi BKK steht für Stabilität und hervorragende Wirtschaftlichkeit, wovon unsere Kundinnen und Kunden im kommenden Jahr dann ebenfalls profitieren.“

Der bisherige Standort der BKK Stadt Augsburg in der City Galerie am Willy-Brandt-Platz 1 bleibt für die persönliche Betreuung der Versicherten erhalten. Die neue Kasse unterhält weitere 27 Geschäftsstellen in Bayern, Hauptsitz ist Ingolstadt. (pm)

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