Region: Augsburg Stadt

Positive Entwicklung am Augsburger Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitsmarktzahlen für September veröffentlicht.

Wie die Agentur für Arbeit Augsburg nun berichtete, fiel der Rückgang der Arbeitslosenzahlen von August bis September besonders signifikant aus: Man habe in der Statistik fast 1000 Arbeitslose weniger als im Vormonat verzeichnet. Elsa Koller-Knedlik, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Augsburg, sieht nach den Problemen in der Corona-Pandemie nun wieder eine positive Entwicklung.

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lasse weiterhin die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt erkennen: Nach einem Maximum im April vergangenen Jahres gingen in den darauffolgenden Monaten zwar deutlich weniger Anzeigen ein, allerdings war ab Oktober 2020 wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Dieser nimmt seit Februar wieder ab. Insgesamt gibt es laut der Agentur für Arbeit zwar weiterhin mehr Kurzarbeit als zu Vor-Corona-Zeiten, allerdings werde der Abstand immer geringer.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Abnahme an Arbeitslosen außerdem weiter an. Man verzeichne 2830 Personen oder 15,6 Prozent weniger Arbeitslose. Ein Rückgang im September ist allerdings normal. Besonders hoch fällt dieser auch heuer bei den Jüngeren aus, was am Ausbildungs- oder Studienbeginn liege. Die Arbeitslosenquote sank allerdings auch im Vergleich zum Vorjahresmonat, von 4,6 Prozent im Jahr 2020 auf jetzt 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg damit nun im Bereich der Vollbeschäftigung und in der Stadt Augsburg gebe es einen starken Rückgang um einen Prozentpunkt. Die höchsten Zuwächse bei den Arbeitnehmern verzeichnet das verarbeitende Gewerbe mit plus 4,6 Prozent, den niedrigsten der Handel mit nur 1,4 Prozent mehr sozialversicherungspflichtigen Arbeitskräften.

Wie gewohnt sank im September auch wieder die Nachfrage nach Arbeitskräften. 142 oder 8,6 Prozent weniger Stellenangebote seien in die Jobbörse im Vergleich zum August aufgenommen worden, damit sinkt auch der Bestand an verfügbaren Arbeitsstellen leicht. Trotzdem liege man "auch hier weiter über dem Vor-Corona-Niveau", betont Koller-Knedlik. "Bei einem Blick auf diese Zahlen sehen wir zudem, dass fast 60 Prozent dieser Stellen auf Fachkraftniveau ausgeschrieben sind, lediglich ein Viertel sind Helferstellen", analysiert die Geschäftsführerin außerdem. Die Gewinnung gut ausgebildeter, neuer Mitarbeiter werde für Betriebe verschiedener Branchen wohl "wieder zunehmend zur Herausforderung, gerade, nachdem sich die Unternehmen auf einem Erholungskurs befinden".

Die Arbeitsmarktexpertin rät Unternehmen darum aber auch, "bei der Personalsuche den Blick auch nach innen zu richten". In vielen Betrieben schlummerten "verborgene Talente". Beschäftigte, deren Qualifikationen noch nicht oder nicht mehr den Anforderungen entsprächen, könnten verstärkt weitergebildet werden, unter anderem mithilfe der Agentur für Arbeit. „Von einer solchen Qualifizierung im Betrieb profitieren dann alle Seiten, ist sich Koller-Knedlik sicher. "Den Betrieben stehen ihre erfahrenen und mit den Unternehmensabläufen vertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig als gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Die Beschäftigten reduzieren ihr Risiko, arbeitslos zu werden – gerade in Zeiten von Digitalisierung und Strukturwandel." (pm)

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