Region: Augsburg Stadt

„Tag der Pflege“: Seniorenwohnen in Augsburg-Haunstetten belohnt Mitarbeiter mit Hotelgutscheinen

Zum "Tag der Pflege" gab es für die Mitarbeiter des Seniorenwohnens Augsburg-Haunstetten Hotelgutscheine.

„Unsere Leute können sich für zwei Tage ein Hotel aussuchen – wir bezahlen es“, sagt Christian Pietig. Der Geschäftsführer der Sozialservice-Gesellschaft (SSG) des BRK wollte die Mitarbeitenden des Seniorenwohnen Augsburg-Haunstetten belohnen und verteilte am Tag der Pflege Hotelgutscheine. Der Tag der Pflege, der jährlich am 12. Mai gefeiert wird, erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, der Begründerin der Krankenpflege. Heute dient er der Wertschätzung aller Pfleger.

„Ohne Pflege funktioniert unser Gesellschaftssystem nicht“, so Lisa Zeitlhofer, die Wohnbereichsleitung vom beschützenden Demenz- Bereich im Seniorenwohnen Augsburg-Haunstetten. Von der Geburt bis zum Sterbebett betreuen rund 28 Millionen Pflegekräfte weltweit Menschen. Davon pflegen aktuell knapp 110 Mitarbeiter die 120 Bewohner im Seniorenwohnen Augsburg-Haunstetten rund um die Uhr. „Die Pandemie hat gezeigt, dass unsere Branche nicht nur lebenswichtig ist, sondern überlebenswichtig“, so die Wohnbereichsleitung. Die Pandemie habe in vielen Köpfen die Sichtweise verändert. Wie nachhaltig dieser Gedanke ist, sei bisher jedoch unklar.

Klar ist hingegen der Impuls, der von der SSG-Hauptverwaltung ausgeht. „Das Jahr 2021 war für unsere Leute durch die Pandemie extrem belastend“, so Pietig. Sie sollen sich jetzt zwei Tage auf Firmenkosten erholen, findet der Münchner Chef und gibt an allen 26 Standorten des Trägers in Summe mehr als 2500 Hotelgutscheine an die Mitarbeitenden aus – unabhängig von Funktion und Betriebszugehörigkeit. Bei den Angestellten des Seniorenwohnens Augsburg-Haunstetten kommt die Aktion gut an, passt sie doch ins Selbstverständnis der Pflege, das Lisa Zeitlhofer so formuliert: „Ich darf jeden Tag mit besonderen Personen verbringen und etwas an die Ältesten unserer Gesellschaft zurückgeben“. Die Sinnhaftigkeit ihres Berufs lässt Zeitlhofer mit den täglichen Herausforderungen positiv umgehen. „Beim Dienstbeginn weiß ich nie, was mich heute erwartet. Und trotzdem bekommen wir alle Hindernisse überwunden – das macht stolz und zufrieden“. Ein dankbares Lächeln der Bewohner sei die schönste Belohnung. Den Hotelgutschein nehme sie aber trotzdem gerne an.

Florence Nightingale

Die britische Krankenschwester Florence Nightingale gilt als Begründerin der westlichen Krankenpflege. Während des Krimkrieges um 1850 leitet sie eine Gruppe von Pflegekräften, die sich um knapp 10.000 verwundete Soldaten kümmert. Aufgrund ihrer Arbeit sinkt erstmals die Todesrate durch ein verbessertes Sanitätswesen. Das Resultat: Nightingale und ihr Team machen erstmals auf den Pflegeberuf aufmerksam und dieser wird daraufhin in England zum Berufsstand erhoben. Kurz darauf gründet Nightingale die erste Schwesternschule, ebenso wie eine Hebammenschule. Belohnt wird die Pionierin zu Lebzeiten durch das königliche Rote Kreuz und den Verdienstorden. (pm)

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