Region: Augsburg Stadt

Auf dem Weg zur Serie: Augsburger Startup findet Investoren

Die Gründer von Hopper Mobility, Martin Halama, Philipp Herrmann und Torben Müller-Hansen (von links) freuen sich über die Unterzeichnung des Investmentvertrags in Berlin.

Mobilitätsideen aus Augsburg haben eine lange Tradition: Rudolf Diesel entwickelte hier seinen Dieselmotor und auch das erste deutsche Motorrad soll im Augsburger Stadtteil Göggingen entstanden sein. Das Unternehmen Hopper Mobility will daran anknüpfen und mit dem Hopper, einer Kreuzung aus Auto und Fahrrad, die Mobilität – nicht nur in Augsburg – umkrempeln.

Als Startup hat Hopper Mobility vor allem eine Sorge: genügend Geld. Im September 2022 trat das Augsburger Unternehmen in der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ an, um an das nötige Kapital zu kommen. Letztlich hatte es in der Fernseh-Show nicht geklappt. Doch nun hat das Unternehmen auf andere Weise einen entscheidenden Schritt nach vorne und damit in Richtung Serienfertigung gemacht. Gemeinsam mit dem Privatinvestoren-Netzwerk Companisto rief Hopper Mobility über die vergangenen Monate Unterstützer dazu auf, in das Unternehmen zu investieren. Ein Investment war ab einem Betrag von 250 Euro möglich. Und tatsächlich glaubten 280 Investoren an die Idee und es kamen insgesamt mehr als 580.000 Euro zusammen.

Mit diesem Betrag sieht das Unternehmen wesentliche Ziele in greifbarer Reichweite. Die gesammelten Investitionen sollen in den Auf- und Ausbau der Serienfertigung für den Hopper fließen. Diese ist für die zweite Jahreshälfte 2023 geplant. Bereits im ersten Quartal 2023 will das Unternehmen mit der Produktion der Pilotserie beginnen.

„Seitdem wir mit dem ersten Konzept des Hopper an die Öffentlichkeit gegangen sind, haben wir zahlreiche Unterstützende gefunden. Dass jetzt so viele Menschen in Hopper Mobility investieren, freut uns sehr", sagt Torben Müller-Hansen. Er ist einer der Gründer von Hopper Mobility und zuständig für Investor Relations. Durch die breite Unterstützung direkt durch die Kunden könne gemeinsam die Verkehrswende vorangetrieben und "nachhaltige Mobilität" Realität werden.

Der Hopper ist als eine Mischung aus Auto und Fahrrad gedacht. Mit drei Rädern, zwei Sitzen, einem Dach und einem Lenkrad will er komfortabel sein wie ein Auto, aber dabei flexibel und nachhaltig wie ein Fahrrad. Verkehrsrechtlich gilt der Hopper laut Hopper Mobility als ein Pedelec. Der Elektromotor unterstützt die Fahrenden bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometer. Damit kann der Hopper auf Radwegen gefahren werden, "die Parkplatzsuche entfällt", so das Unternehmen. Der Hopper bietet Platz für zwei Erwachsene oder einen Erwachsenen und zwei Kinder. Das Volumen des Kofferraums gibt Hopper Mobility mit rund 90 Litern an. Außerdem sei eine Cargovariante verfügbar, die statt eines zweiten Sitzes Staumöglichkeiten mit bis zu 290 Liter Ladevolumen biete. "Optional wir der Hopper auch mit Solardach verfügbar sein, womit er einen Großteil des Jahres autark betrieben werden kann", so das Unternehmen weiter.

„Wir sind kurz davor, unsere Produktion zu starten, und können es kaum erwarten, den Hopper auf der Straße zu sehen. Das Investment, dass wir über unsere Crowd-Investment-Kampagne erhalten haben, hilft uns dabei, die Serienproduktion von Anfang an möglichst effizient aufzubauen“, sagt Martin Halama. Er ist Leiter der Entwicklung und gehört ebenfalls zum Gründerkreis, der Hopper Mobility im Jahr 2019 aus der Taufe hob. Mittlerweile hat das Unternehmen aus Augsburg zehn Mitarbeiter.

Weiterführende Informationen zu dem Unternehmen gibt es im Internet unter hopper-mobility.com/. (mh)

Weitere Bilder

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben
 


X