Region: Augsburg Stadt

Zahl der Arbeitslosen in Augsburg und Umgebung nimmt zu

Die Anzahl der Arbeitslosen in Augsburg hat im Juli zugenommen.

Die Zahl der Arbeitslosen im Gebiet der Agentur für Arbeit Augsburg hat von Juni auf Juli zugenommen. Dabei handle es sich um eine "normale Entwicklung", so Elsa Koller-Knedlik von der Agentur für Arbeit. Der Anstieg falle heuer nur "etwas stärker aus als sonst, da die Geflüchteten aus der Ukraine Schritt für Schritt in der Statistik sichtbar werden. Daher haben wir auch mehr Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahr."

Konkret gibt es 287 Arbeitslose mehr als noch im Juni und 147 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote steigt daher von 4,0 Prozent im Juni auf 4,1 Prozent im Juli. Im Jahr 2021 lag sie bei 4,0 Prozent. In diesem Monat registrieren wir insgesamt 15 962 Arbeitslose, 2371 davon sind Ukrainer.

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 9671. Das sind 312 oder 3,3 Prozent mehr als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 5,7 Prozent (5,5 Prozent im Vormonat). Im Juli 2021 betrug die Arbeitslosenquote 5,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 217 oder 2,2 Prozent weniger Arbeitslose.

Im Landkreis Augsburg gibt es im Juli 24 Arbeitslose oder 0,6 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat: 4102 sind derzeit registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 178 oder 4,5 Prozent Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote verharrt auf 2,8 Prozent. Im Juli 2021 betrug die Arbeitslosenquote 2,7 Prozent.

Parallel nehme jedoch auch die Beschäftigung weiter zu, trotz der wirtschaftlichen Verwerfungen infolge des Kriegs in der Ukraine. "Der hohe Arbeitskräftebedarf führt zu Engpässen in vielen Bereichen. Ein möglicher Stopp der Gaslieferungen aus Russland stellt aber ein gravierendes Risiko dar. Das würde zu Produktionsausfällen führen und auch auf den Arbeitsmarkt durch-schlagen“, so Koller-Knedlik. „Der Arbeitsmarkt in der Region Augsburg ist nach wie vor in guter Verfassung, die Zahl der offenen Stellen erreicht weiter Rekordwerte. In Zahlen ausgedrückt: Der Bestand an Arbeitsstellen beträgt im Juli 7194 und liegt damit wieder höher als zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 1173 (19,5 Prozent) mehr Stellen."

Da nach dem Ende des vergangenen Schuljahrs viele noch keinen Ausbildungsplatz hätten, seien auch die Jugendlichen im Blick der Agentur. "Verzagen muss kein Jugendlicher. Wir werden mindestens bis zum Jahresende alles daransetzen, den verbliebenen Bewerberinnen und Bewerbern durch gezielte Nachvermittlungsaktionen einen Ausbildungsplatz zu vermitteln", kündigt Koller-Knedlik an und rät Jugendlichen, einen Termin mit einem Berufsberater zu vereinbaren.

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