Region: Augsburg Stadt

Augsburger Mozartfest steht kurz bevor: Vorverkauf hat begonnen

Die Bayerische Kammerphilharmonie ist einer der Gäste des Augsburger Mozartfests.

Das Augsburger Mozartfest feiert vom 15. bis 19. Oktober in neun Konzerten die musikalische Vielfalt Europas und die Verbindung des Kontinents zu dem berühmten Komponisten. Der Kartenvorverkauf hat nun begonnen.

Kaum ein anderer Komponist der Musikgeschichte ist so grenzübergreifend bekannt und beliebt wie Wolfgang Amadeus Mozart. Ob in Kirchen, in kleinen und großen Konzerthäusern, im Radio, im Film und Fernsehen – seine Musik ist ein bedeutendes Kulturerbe Europas. Umgekehrt hat der Kontinent aber auch den Komponisten beeinflusst: Durch eine buchstäblich grenzenlose Bildung, die ihm von klein auf

im Zuge ausgiebiger Konzertreisen zuteil wurde.

„Europa steht wie kein anderer Kontinent für kulturelle Vielfalt", sagt Augsburgs Kulturreferent Jürgen Enninger. "Europa hat es geschafft, diese Vielfalt als zentralen Mehrwert des Miteinanders zu begreifen und in diesem Sinne zu entwickeln." Gerade an der Persönlichkeit Wolfgang Amadeus Mozarts werde dies in besonderem Maße begreifbar.

Denn Wolfgang Amadeus Mozart wuchs nicht nur in Salzburg auf, sondern in ganz Europa. Unter den damals großen Mühen des Reisens, beispielsweise nach Frankreich, England, die Niederlande oder Italien, sorgte sein Vater Leopold dafür, dass Wolfgang die unterschiedlichsten musikalischen Stile kennenlernte und von den besten Lehrern unterrichtet wurde. Auch Wissen über Kunstwerke, Naturphänomene, Erfindungen, Ernährung, Mode und Begegnungen mit verschiedensten Menschen waren Teil dieser ganzheitlichen Bildungsreise.

Mozarts europäische Bildung soll beim Mozartfest nun nicht in erster Linie durch das musikalische Programm dargestellt werden, wie Festivalleiter Simon Pickel erklärt, sondern "vor allem durch die herausragenden eingeladenen Künstlerinnen und Künstler, die in Augsburg zu Gast sind." Sie kommen aus vielen Ländern, die Mozart bereist hat – und darüber hinaus.

So soll auch untersucht werden, welche Spuren Mozart in der Musiktradition anderer Länder hinterlassen hat. "Wir verstehen das Festival als ein Plädoyer für die Errungenschaft einer gesamteuropäischen Bildung und die unschätzbare Bedeutung, die ein gemeinsames und grenzenloses Europa für die heutige Musikwelt hat“, so Pickel.

Die durch Corona bedingten Reiseeinschränkungen verleihen dem Festivalthema laut Pickel nun noch eine zusätzliche Relevanz. Renommierte Künstler treten in der ganzen Welt auf. Chöre, Orchester und Ensembles seien völlig selbstverständlich international besetzt – und hätten dennoch bis heute oft den ganz charakteristischen Klang einer bestimmten Tradition.

Zu Besuch in Augsburg sind für das Mozartfest Mari Eriksmoen (Norwegen), Václav Luks und das Collegium 1704 (Tschechien), Harriet Krijgh mit Baiba und Lauma Skride (Niederlande, Lettland), Alexandre Tharaud (Frankreich), Roberta Mameli (Italien), Ian Bostridge (England), das Hagen Quartett (Österreich) sowie Sarah Christian und Maximilian Hornung, das Oberon Trio und die Bayerische Kammerphilharmonie aus Deutschland. Zum Festivalabschluss präsentiert die Akademie für Alte Musik Berlin Bachs „Brandenburgische Konzerte“, die vor 300 Jahren uraufgeführt wurden.

Inzwischen stehen die Veranstaltungsorte und -zeiten endgültig fest und der reguläre Kartenvorverkauf hat am Freitag gestartet. Bisher getätigte Reservierungen behalten ihre Gültigkeit, ein weiterer Kartenkauf ist nicht mehr notwendig. Für alle anderen sind die Karten nun auf der Festivalhomepage, in der Bürgerinfo am Augsburger Rathausplatz und bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Auf den Konzerten gelten die 3G-Regeln. (pm)

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