Region: Augsburg Stadt

Corona-Denkmal im Wittelsbacher Park eingeweiht

Das Corona-Denkmal im Wittelsbacher Park soll an die Verstorbenen erinnern und gleichzeitig zeigen, wie schwer diese Zeit für viele Kinder und Jugendliche war.

Die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Zeit soll das in dieser Woche eröffnete Corona-Denkmal im Wittelsbacher Park abbilden. „Ein junger Wald aus Weiden“ heißt das Kunstprojekt in Form von Gedichten und Bildern. Idee und Umsetzung stammen von der Künstlerin Mona Schafitel und dem Künstler Sascha Kempter. Das einschneidende Erlebnis der Corona-Pandemie solle auch auf diese Weise im kollektiven Gedächtnis der Stadtgeschichte bewahrt werden, sagt Oberbürgermeisterin Eva Weber. "Was sie uns abverlangt hat, welche Verluste wir zu betrauern haben, wie wir und unsere Gesellschaft sich verändert haben. In der Kunst können wir wieder zusammenfinden", so Weber.

„Kunst macht das Unaussprechliche aussprechbar“, findet Jürgen Enninger, städtischer Referent für Kultur, Welterbe und Sport. „Sie bietet der Gemeinschaft ein kollektives Instrument, die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu verarbeiten und sich als Gesellschaft damit auseinanderzusetzen."

In ihrer Installation greifen Schafitel und Kempter die Verletzungen und Narben als Symbol für die Pandemie und die Folgen für die Menschen auf, die in Form von Worten, kurzen Gedichten oder Symbolen in Weidenäste geschnitzt sind. Die Gestaltung der Weiden haben die Künstlerin und der Künstler in Workshops gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen der Agnes Bernauer Realschule, der St. Ursula Mädchenrealschule und des Rudolf-Diesel Gymnasiums gestaltet. Die Wünsche der Schüler wurden auf Fahnen verewigt, die zwischen den Weiden aufgehängt sind. (pm)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben
 


X