Region: Augsburg Stadt

Fünf-Phasen-Plan zur "Aktivierung" der Bevölkerung nach Corona: Stadt stellt Kultur- und Sportprogramm vor

Veranstaltungen wie die "Sommerbühne im Annahof" sollen auch heuer unter Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen in Augsburg stattfinden.

Einen Fünf-Phasen-Plan der Reaktivierung hat Kulturreferent Jürgen Enninger in der Sitzung des Kulturausschusses am Donnerstag vorgestellt. Damit bereitet sich das Referat für Kultur, Welterbe und Sport auf die Zeit nach Corona vor.

„Unter #augsburgbewegt fassen wir Maßnahmen zusammen, die dazu beitragen, die Bürgerschaft genauso wie Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Kultur und Sport nach dem hoffentlich absehbaren Ende der Corona-Pandemie wieder in Bewegung zu bringen“, sagt Enninger. Die Kosten für die Maßnahmen der Aktivierung in den Bereichen Kultur und Sport würden sich zusätzlich zu den vorhandenen Budgets auf rund 290.000 Euro belaufen und wurden bereits vom Stadtrat beschlossen.

Der Plan des Referats sieht nach einer Aufwärmphase, in der Impulse gegeben und diskutiert werden, eine breit angelegte Kampagne mit Kulturschaffenden als Testimonials unter dem Motto „Was mache ich zuerst, wenn die Pandemie vorüber ist…“, vor. Die Kampagne soll die städtischen Kulturschaffenden dazu animieren, an diesem Prozess teilzunehmen sowie Ideen und Wünsche unter anderem über eine eigens eingerichtete Homepage zu kommunizieren. Darauf soll, sofern es die Corona-Lage zulässt, ein bunter Reigen an Veranstaltungen folgen.

Geplant sind derzeit unter anderem ein Bühnen- und Platzkonzept mit dem Titel "Gaswerksommer", sowie bereits im vergangenen Jahr Veranstaltungen im Anna- und Brunnenhof sowie die Bespielung von zusätzlichen Bühnen auf dem Elias-Holl- und dem Moritzplatz.

„Ausgehend von den im letzten Jahr unter Pandemiebedingungen gesammelten positiven Erfahrungen und unter Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen ist auch in diesem Jahr geplant, auf der Freilichtbühne vier bis fünf Veranstaltungen im Anschluss an die Spielzeit des Staatstheaters durchzuführen", sagt Enninger. Diese Veranstaltungen sollen die Vielfalt und Diversität der Stadtgesellschaft und ihrer Kultur abbilden und sich vom Programm des Staatstheaters unterscheiden. Für die Bespielung des Platzes in der Innenstadt und der Freilichtbühne wird das Kulturamt zeitnah Ausschreibungen veröffentlichen.

Veranstaltungen des Kulturamts wie das Mozartfest, die Kunstnacht und der Jazzsommer sollen wegen Corona nicht ausfallen, sondern an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden.

Freier Eintritt in Kunstsammlungen und Museen

Der Fünf-Phasen-Plan sieht außerdem vor, dass Besucher von Mai bis September die Dauerausstellungen der Häuser der Kunstsammlungen und Museen kostenlos besichtigen können, um Barrieren abzubauen und möglichst vielen Menschen "den Besuch dieser für die Stadtgesellschaft so wichtigen Kultureinrichtungen zu ermöglichen".

In der letzten Phase des Programms soll eine Langzeitidee festgeschrieben werden, um unter anderem Anreize für kulturelle und kulturwirtschaftliche Zwischennutzungen in der Innenstadt und den Stadtteilzentren zu schaffen. Ebenfalls sollen neue Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen sowie die Freilichtbühne als Spielort abseits der Theaterdarbietungen etabliert werden. (pm)

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