Region: Augsburg Stadt

Info-Zentrum zum Augsburger Wasser-Welterbe virtuell eröffnet

Das "Herzstück" im Info-Zentrum: Kulturreferent Jürgen Enninger präsentiert den Modelltisch, auf dem sich Besucher per Touchscreen Flüsse, Kanäle, Kraftwerke und Brunnen farbig anzeigen lassen können.

Das Augsburger Wassermanagement-System ist seit 6. Juli 2019 Unesco-Welterbe. Um dieses komplexe Thema den Bürgern und Besuchern näher zu bringen, wurde am Rathausplatz in den ehemaligen Räumen der Stadtsparkasse ein Info-Zentrum eingerichtet, das Oberbürgermeisterin Eva Weber gemeinsam mit Kulturreferent Jürgen Enninger am Montagmorgen virtuell eröffnet hat.

Auf der städtischen Homepage nahmen Enninger und Antonia Hager, stellvertretende Leiterin des Welterbe-Büros, Interessierte mit auf einen Rundgang durch die Einrichtung. Im Eingangsbereich gibt es für die Besucher, sofern es die Corona-Lage zulässt, einen Bronzeabguss eines Putto vom Augustusbrunnen zu sehen. Daneben erfahren sie auf einer Infotafel, warum das städtische Wassermanagement-System überhaupt den Welterbe-Titel bekommen hat. Außerdem bietet ein Trinkwasserbrunnen auf einem Lechfindling die Möglichkeit zur Erfrischung.

Nur wenige Schritte weiter befindet sich aus Sicht des Kulturreferenten mit einem Modelltisch das "Herzstück" des Info-Zentrums. Dort können Besucher per Touchscreen beliebig die Quellbäche, Flüsse, Brauchwasserkanäle, Kraftwerke sowie Monumentalbrunnen visualisieren. Je nachdem leuchten die entsprechenden Objekte farbig auf. Über QR-Codes können sich die Besucher zudem Videos auf ihre mobilen Geräte laden und anschauen. Insgesamt umfasst das Augsburger Wasser-Welterbe 22 Objekte, die in sieben Themen aufgeteilt sind. An der Rückwand der Einrichtung werden diese Themen sowie die Geschichte des Welterbes auf Infotafeln und in Filmen detailliert erklärt.

Der Welterbe-Gedanke und die Aufgaben der Unesco als Organisation werden ebenso vermittelt wie das Thema Wasser und seine ökologische, soziale und kulturell-kunstgeschichtliche Bedeutung. Doch es soll nicht nur um die Historie, sondern auch um die Gegenwart und die Zukunft gehen. An einer achten Station erfahren die Besucher laut Hager, "was eigentlich in Augsburg beim Welterbe passiert".

"Auch die neuen Techniken kommen im Info-Zentrum nicht zu kurz", verspricht Enninger und setzt eine VR-Brille (Virtual Reality) auf. Damit können Besucher das Wasserwerk am Roten Tor im 18. Jahrhundert erleben. Auch Souvenirs vom Welterbe-Handtuch bis zur Wasserflasche wird es im Welterbe Info-Zentrum zu kaufen geben. Interessierte müssen sich allerdings noch gedulden, denn derzeit hat die Einrichtung noch aufgrund von Corona geschlossen. (pb)

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