Region: Augsburg Stadt

Initiative setzt sich für Theaterviertel ein

Die Initiative "Theaterviertel jetzt" fordert die Wiederaufnahme des Projekts "Theaterviertel". Im Mittelpunkt steht dabei die zügige Sanierung des Augsburger Staatstheaters.

Der Stadtrat hat trotz Mehrkosten und Verzögerungen mit 37 zu 18 Stimmen die Fortführung der Sanierung des Augsburger Staatstheaters beschlossen. Es gibt neue Kritik, aber auch neue Unterstützer.

Wie bereits berichtet belaufen sich die Gesamtkosten für die Ertüchtigung des Theaters inklusive Anbau laut Baureferent Gerd Merkle (CSU) auf mittlerweile rund 340 Millionen Euro. Zu Projektbeginn kalkulierten die Planer mit Ausgaben in Höhe von 187 Millionen Euro. Im Hinblick auf die gestiegenen Kosten regten die Oppositionsparteien in den vergangenen Jahren mehrfach vergeblich an, noch einmal umzuplanen und sich nach günstigeren Alternativen umzuschauen.

Mit der neu gegründeten Initiative "Theaterviertel jetzt" gibt es nun aber auch weitere Unterstützer der Theatersanierung. Die Initiatoren Raphael Brandmiller, der für Generation Aux im Stadtrat sitzt, Theaterintendant André Bücker und Gastronom Sebastian Karner von der Club- und Kulturkommission fordern die Wiederaufnahme des Projekts "Theaterviertel" als Gesamtmaßnahme. Dazu gehört neben der zügigen Sanierung des Theaters etwa der Bau des Fuggerboulevards und die Integration der Gastronomie im Viertel. "Das Theaterviertel wird ein Herzstück des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Augsburg", sind die Initiatoren überzeugt.

In den kommenden Monaten will die Initiative für ihr Anliegen werben. Die erste Veranstaltung ist eine symbolische Grundsteinlegung für das Viertel an der Theaterbaustelle am Freitag, 21. Juli. Im September soll dann das erste Theaterviertelfest in der Ludwigstraße stattfinden. "Es ist ein ungewöhnliches Zeichen, wenn sich Bürger für etwas positionieren", sagt Oberbürgermeisterin Eva Weber im Stadtrat. Denn sonst gehe es häufiger darum, gegen etwas zu sein. (pb)

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