Region: Augsburg Stadt

"Preis des Jahres" für Junges Theater Augsburg

Ein Auszug aus dem mit dem "Preis des Jahres" ausgezeichneten Stücks "#HASS - Hauptsache radikal!" .

Die Stiftung Aufwind hat nun den Jugendpreis "Frischer Wind" vergeben und das "Junges Theater Augsburg" mit zusätzlichen 5000 Euro für das Theaterstück "#Hass – Hauptsache radikal!" ausgezeichnet.

Die Kinder- und Jugendstiftung Aufwind hat seit über einem Jahrzehnt den Jugendpreis "Frischer Wind" ausgeschrieben. Dieser wurde im Jahr 2019 optimiert. Berücksichtigt werden zukünftig Projekte zu den Auswahlkriterien Nachhaltigkeit, Neuheit und möglichst breite Resonanz. Neu ist auch, dass künftig aus allen angefragten und geförderten Projekten eines zum "Preis des Jahres" gekürt wird. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten keine Präsenzsitzungen durchgeführt werden, daher fand die Jurysitzung in diesem Jahr als Videokonferenz statt. Aus knapp dreißig zur Auswahl stehenden Projekten darf sich das Projekt des "Junges Theater Augsburg" mit ihrem Theaterstück "#HASS – Hauptsache radikal!" über eine zusätzliche Förderung in Höhe von 5000 Euro freuen, wie die Stiftung in einer Pressemitteilung berichtet.

Zum Thema Hass entwickelte das "Junges Theater Augsburg" ein neues mobiles Präventionsstück, das sich mit Hetze, "Hate Speech" und Mobbing im Internet beschäftigt. Der Schwerpunkt liege dabei – auch in den zugehörigen Workshops – auf der Stärkung des respektvollen Umgangs miteinander als Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie. "Hass ist ein Teil unseres Alltags geworden. Der Umgangston wird rauer, die Hemmschwellen sinken – Hass wird salonfähig", beschreibt die Stiftung Aufwind. Anonyme Beiträge in sozialen Netzwerken beschleunigten die Gewaltspirale. Die Feindseligkeit im Netz bleibe jedoch nicht virtuell, sondern bilde die Grundlage für Hass und Gewalt in der Realität – auch an Schulen. Es entstehe ein "sehr reales Klima, in dem Mobbing, Diskriminierung und Gewalt legitim scheinen und hasserfüllte Worte zu grauenhaften Taten werden".

Die drei Schauspieler spielen nicht nur diverse Rollen in hasserfüllten Szenarien, sie agieren auch als Bandmitglieder der Live Band "Hate's peach!". Wie in den Kommentarspalten und WhatsApp-Gruppen, in denen sich Feindseligkeiten gegenseitig hochschaukeln, werden mittels Loop-Machine Echokammern des Hasses erzeugt.

Sobald es die Situation wieder zulässt, sind weitere Vorstellung und Workshops an Schulen geplant. ,,Dieses Projekt ist besonders förderungswürdig", so der Stiftungsratsvorsitzende Rolf Settelmeier, da hier jugendgerecht ein wichtiges gesellschaftliches Problem aufgegriffen werde. Nähere Informationen zur Kinder- und Jugendstiftung Aufwind findet sich auf www.facebook.com/aufwind.stiftung oder blog.sska.de . (pm)

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