Region: Augsburg Stadt

Staatstheater Augsburg verkürzt die Sommerpause

Auf der Freilichtbühne und dem Kunstrasen sollen im Sommer wieder Open-Air-Vorstellungen des Staatstheaters stattfinden.

Das Augsburger Theater mit Intendant André Bücker setzt nach dem langen Lockdown für die Kultur auf „den Open-Air-Sommer“. Zudem soll die Sommerpause für die Mitarbeiter heuer verkürzt werden. So könne im frühen September der Vorstellungsbetrieb wieder aufgenommen werden. Das Theater hofft, dass es dann wieder vor einem großen Publikum spielen kann. 

Auf die weiterhin vorhandene Unsicherheit im Hinblick auf die Rückkehr zu Vorstellungen in geschlossenen Räumen reagiert das Staatstheater Augsburg nun mit organisatorischen Änderungen für die verbleibende Spielzeit sowie den Start der neuen Spielzeit. Intendant André Bücker setzt auf ein "lebendiges und vielfältiges Programm für den Open-Air-Sommer". Um in dieser Zeit möglichst viele Vorstellungen zu ermöglichen, wird die Sommerpause für die Mitarbeiter heuer verkürzt.

So könne im frühen September der Vorstellungsbetrieb wieder aufgenommen werden. Das Theater hofft, dass es dann wieder vor einem großen Publikum spielen kann. Im Gegenzug haben die Mitarbeiter vom 2. bis 11. April erstmals Osterferien. Für die bereits im vergangenen Jahr genutzten Open-Air-Bühnen am Roten Tor und im Martini-Park gäbe es eine gute Planbarkeit, so das Theater. Man habe hier bereits erfolgreiche Erfahrungen mit den erforderlichen Hygienekonzepten gemacht.

Mehr "Chicago" statt "Herz aus Gold"

Auf der Freilichtbühne soll demnach das Musical "Chicago" in der Inszenierung von Gaines Hall am 19. Juni seine Premiere feiern. Insgesamt 23 Vorstellungen sind geplant. Die geplante Wiederaufnahme des Fugger-Musicals "Herz aus Gold" müsse dagegen entfallen. Unter den derzeitigen Abstandsregeln sei das Stück mit seinem hohen Personalaufwand nicht durchführbar. Stattdessen werden an den geplanten Aufführungstagen weitere Vorstellungen von Chicago gegeben. Am 24. Juni und am 21. Juli findet auf der Freilichtbühne die Konzertgala "Oper unterm Sternenhimmel" statt.

Für den Kunstrasen im Martina-Park ist das Schauspiel "Cyrano de Bergerac" in Regie von David Ortmann vorgesehen, das am 17. Juni seine Premiere feiern soll. Außerdem findet an mehreren Tagen, erstmals am 20. Juni, das Serenadenkonzert der Augsburger Philharmoniker statt. Auch das "Sunset Clubbing" aus dem vergangenen Jahr wird ab dem 24. Juni wieder aufgenommen. Die aktuelle Spielzeit endet schließlich am 31. Juli.

Viele Vorstellungen in kommende Jahre verschoben

Am 11. September ist dann die erste Premiere der neuen Spielzeit des Staatstheaters geplant. Noch früher findet in diesem Jahr allerdings das Theaterfest statt, das für gewöhnlich die Spielzeit eröffnet. Dieses soll heuer bereits am 4. Juli stattfinden.

Zahlreiche für die Spielzeit 2020/21 geplante Vorstellungen werden in die Spielzeit 2021/22 beziehungsweise die Spielzeit 2022/23 verschoben. Änderungen ergeben sich in Folge der Corona-Pandemie auch für Abo-Kunden. Das Abo-System werde umstrukturiert, heißt es vom Theater. Künftig wolle man auch spielzeitübergreifende Abos anbieten und Stücke länger im Repertoire halten. (pm)

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