Region: Augsburg Stadt

Uni Augsburg macht historische Schulbücher der Öffentlichkeit zugänglich

Das Schulbuch "Deutsche Schulvorschriften" stammt aus dem Jahr 1874 und ist Teil der Sammlung,

Die Universitätsbibliothek Augsburg macht in einem Digitalisierungsprojekt auf der Online-Plattform "bavarikon" des Freistaats Bayern für Kunst-, Kultur- und Wissensschätze eine der bedeutendsten deutschen Spezialsammlungen zum historischen Schulbuch der Öffentlichkeit zugänglich.

Fibeln, Vorlegeblätter, Rechentabellen: Welche Lehrmaterialien gab es zu Zeiten der Großeltern und Urgroßeltern – und der Generationen davor? Die Universitätsbibliothek digitalisiert im Rahmen von bavarikon Schulbücher des 16. bis frühen 20. Jahrhunderts, die in Verlagsorten des Freistaats erschienen. Diese Publikationen bilden eine repräsentative Auswahl von etwa 1500 aus insgesamt 15.000 Titeln in ihrer Sondersammlung historischer Schulbücher. Sie versammelt Schulbücher zu verschiedenen Schularten wie beispielsweise Elementarschule und Gymnasium sowie allen Schulfächern.

Die Werke beinhalten unter anderem Textausgaben für die Lektüre im Unterricht, begleitende Erläuterungen für Lehrende sowie Lernmittel für Fachschulen, Berufsschulen, Fortbildungsschulen und Lehrerbildungsanstalten. Für die Digitalisierung und Bereitstellung der Sammlung historischer Schulbücher wurden drei Projekttranchen gebildet.

Die erste Tranche mit 300 Titeln aus den Orten im heutigen Regierungsbezirk Schwaben ist bereits online verfügbar unter www.bavarikon.de. Interessierte finden die Sammlung unter dem Suchbegriff "historische Schulbücher".

Den Kern der Schulbuchsammlung der Universitätsbibliothek bilden vor allem einschlägige Titel aus der Bibliothek der Pädagogischen Stiftung Cassianeum, einer 1875 von dem katholischen Lehrer, Bildungsreformer, Verleger und Unternehmer Ludwig Auer (1839-1914) in Donauwörth gegründeten Bildungseinrichtung. Die Bibliothek des Cassianeums wurde 1989 von der Universität Augsburg angekauft und nach der Jahrtausendwende durch eine Schenkung ergänzt. Die Oettingen-Wallersteinsche Bibliothek wiederum, seit 1985 das Herzstück der Sondersammlungen in der Universitätsbibliothek, enthält rund 1300 Schulbücher, die überwiegend in den Klosterbibliotheken der Benediktiner von St. Mang in Füssen und Heilig Kreuz in Donauwörth gesammelt wurden und später an die Fürstenbibliothek übergingen.

Derzeit arbeitet die Uni Augsburg daran, die zweite Tranche mit 500 weiteren Schulbüchern aus Bayern fertigzustellen. Sie wird ebenfalls als bavarikon-Projekt gefördert und umfasst Städte und Orte in Bayern mit den Anfangsbuchstaben A-M. Die dritte Tranche mit den Orten N-Z ist für 2022 geplant. (pm)

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