Region: Augsburg Stadt

"Water and Sound"-Festival: Musik der Sahara kommt nach Augsburg

Fatoumata Diawara tritt am 7. August gemeinsam mit den Augsburger Philharmonikern auf der Augsburger Freilichtbühne auf.

Mit einem neuen Namen und einer neuen Ausrichtung geht in diesem Sommer das – bisherige – Augsburger Festival der Kulturen an den Start. Künftig soll es beim "Water and Sound"-Festival um das Thema Wasser gehen, und um globale Musik. Das Kulturamt der Stadt Augsburg und der künstlerische Leiter Girisha Fernando haben das Konzept des Festivals in Kooperation mit dem Welterbe-Büro entwickelt. In den kommenden Jahren sollen sich für das Festival neue Traditionen entwickeln. So soll sich das "Water and Sound" jedes Jahr einer anderen Region widmen – in diesem Jahr stehen die Sahara und die Sahelzone im Mittelpunkt. Neu ist außerdem die Kunst-Performance "Der Wasservogel", eine Skulptur, die in jedem Jahr von einem anderen Künstler gestaltet wird und zum Festivalauftakt mit musikalischer Begleitung vom Siebentischwald zum Annahof in der Innenstadt ziehen soll.

Schon bisher habe man mit dem Festival der Kulturen ein "ziemlich erfolgreiches Weltkulturfestival" gehabt, das auch ein "sehr diverses Publikum erreicht" habe, sagte Girisha Fernando am Montag bei der Vorstellung des Festivalprogramms. Nachdem Augsburgs Wassermanagementsystem im Jahr 2019 den Unesco-Welterbetitel erhielt, sei die Idee aufgekommen, dieses zu verbinden mit dem Thema Wasser. Denn die meisten Kulturen hätten sich um Wasser herum entwickelt – an Flüssen, Meeren oder auch Oasen. Für das Welterbe sei das Festival laut der Welterbe-Beauftragten Antonia Hager "etwas ganz tolles", denn es leiste einen Beitrag zur Vermittlung des Themas, die eine Verpflichtung der Welterbestätten ist.

Musiker aus Marokko, Tunesien und Mali

Beim ersten Water and Sound Festival werden verstärkt Bands aus der Sahara-Region zu Gast in Augsburg sein. Wassertechnisch sei die Sahara "das Gegenteil von dem, was wir hier haben", sagte Girisha Fernando. Neben diesem interessanten Kontrast seien die Sahara und der Sahel außerdem auch "musikalisch ein sehr spannender Raum". Auftreten werden im Zuge des Festivals die Sahariennes, vier Sängerinnen aus Mauretanien, Marokko, und Algerien, Emel Mathlouthi aus Tunesien, die Tuareg-Bands Bombino und Etran De L'Aïr und Fatoumata Diawari aus Mali, die zum Abschluss des Festivals gemeinsam mit den Augsburger Philharmonikern auf der Freilichtbühne zu hören sein wird.

Neben der Freilichtbühne werden in diesem Sommer weitere neue Orte bespielt, nämlich der Rathausplatz, der Kuhsee, die Wassertürme am Roten Tor und die Kanäle im Siebentischwald. Daneben ist die bereits etablierte Annabühne wieder Teil des Festivals. Neben den Künstlern aus der Schwerpunktregion sind weitere Konzerte mit internationaler Musik geplant. Auch lokale Musiker treten auf. Das Programm findet vom 28. Juli bis 7. August statt.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen außer dem Abschlusskonzert mit Fatoumata Diawara und den Augsburger Philharmonikern ist frei beziehungsweise erfolgt auf Spendenbasis. Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie soll es voraussichtlich nicht geben – die Konzerte können somit ohne Voranmeldung oder Einlassbeschränkung besucht werden. Lediglich für die begleitenden Panels und Artist-Talks bei den Wassertürmen am Roten Tor, die den Lebensraum und aktuelle Problemlagen in der Sahara behandeln, ist eine Anmeldung im Vorfeld erwünscht.

Weitere Informationen zu Tickets und Programm finden Interessierte unter waterandsound.de.

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