Region: Augsburg Stadt

Welterbe-Infozentrum am Augsburger Rathausplatz ist nun für Besucher geöffnet

Oberbürgermeisterin Eva Weber und Kulturreferent Jürgen Enninger eröffneten am Dienstag das Welterbe-Infozentrum am Augsburger Rathausplatz.

Genau zwei Jahre, nachdem das Unesco-Komitee Augsburg den Welterbe-Titel verliehen hat, kann die Stadt die 22 prämierten Stationen der "Wasserstadt" nun auch Besuchern im Stadtzentrum präsentieren. Das Welterbe-Infozentrum am Rathausplatz wurde am Dienstag offiziell eröffnet.

Am 6. Juli 2019 fiel die Entscheidung in Baku: Augsburg wurde zum Unesco-Welterbe. Aufgrund der Corona-Pandemie und der gut gefüllten Auftragsbücher der Baufirmen können Interessierte nun erst ein Jahr später als geplant durch durch das Infozentrum schlendern. Eigentlich sollte die Ausstellung am Rathausplatz bereits im Mai vergangenen Jahres eröffnen. Stattdessen fand erst im Mai dieses Jahres eine virtuelle Eröffnung statt.

Am Dienstag freuten sich die Verantwortlichen von der Stadt und vom Welterbe-Büro nun darüber, dass das Besucherzentrum endlich auch Besucher empfangen kann. Oberbürgermeisterin Eva Weber und Kulturreferent Jürgen Enninger sowie Antonia Hager und Ulrich Müllegger vom Augsburger Welterbe-Büro durchschnitten feierlich ein blaues Band und öffneten das Infozentrum damit für interessierte Augsburger, Gäste aus der Region, und die Touristen, denen die Stadt künftig ihr besonderes, historisches Wassermanagement-System zeigen möchte.

Acht Personen dürfen sich aufgrund der Corona-Auflagen vorerst gleichzeitig in dem Infozentrum aufhalten. Es stellt die 22 in der Stadt und im Umland verteilten Stationen des Welterbes vor und soll laut Enninger "Lust machen, die Stadt zu entdecken". Das Infozentrum sei ein wichtiger Baustein dafür, wie Augsburg künftig seinen Titel präsentieren und auch dem mit diesem verbundenen Bildungsauftrag nachkommen will. Das Welterbe-Infozentrum sei nun "etwas, wo auch Schulkassen herkommen können", sagte der Kulturreferent, außerdem könnten Vorträge zum Thema angeboten werden. "So wie das Wasser die Stadt bewegt, soll das Welterbe uns dazu bewegen, achtsam mit unseren natürlichen Ressourcen umzugehen“, sagte Enninger.

Die mit dem Welterbe-Titel verbundenen Verpflichtungen betonte auch OB Eva Weber erneut. Die Stadt müsse sich nun des Themas Wasser annehmen. Denn das Menschenrecht auf die Versorgung mit Wasser habe im Hinblick auf immer häufigere Dürren und Wasserknappheit in Teilen der Welt einen "sehr aktuellen Bezug", betonte Weber. "Das ist nach wie vor für uns ein riesiges Geschenk, dass wir diesen Titel bekommen haben", sagte die Oberbürgermeisterin auch. "Wir freuen uns, wenn viele Besucherinnen und Besucher uns hier besuchen kommen".

Mit seinen 22 Objekten verteilt sich das Augsburger Welterbe über das Augsburger Stadtgebiet und mit dem Lechmuseum im Wasserkraftwerk in Langweid auch über die Stadtgrenzen hinaus. Das Welterbe-Infozentrum soll künftig als erste Anlaufstelle dienen und auf rund 100 Quadratmetern die verschiedenen Stationen veranschaulichen. Blickfang im Zentrum des Raums ist ein leuchtender Modelltisch, an dem sich die Besucher einen Überblick über die verschiedenen Stationen sowie die Wasserläufe in Augsburg verschaffen können. Ziel des Zentrums ist es, die Besucher zu motivieren, auch die einzelnen Stationen des Welterbes, wie etwa die Prachtbrunnen in der Innenstadt, die Lechkanäle oder das Wasserwerk am Roten Tor, zu besuchen.

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