Region: Augsburg Stadt

200 Menschen protestieren an Diesel-Villa gegen Investoren

Am Samstag versammelten sich circa 200 Menschen an der Diesel-Villa.

Rund 200 Menschen haben sich laut Angaben des Veranstalters am Samstag gegen 11 Uhr in der Neidhartstraße an der Diesel-Villa versammelten, um für "Baumschutz statt Profit", so das Motto, zu protestieren. Die Baum-Allianz Augsburg und die Initiative Bismarckviertel hatten dazu aufgerufen, gegen die Zerstörung alten Baumbestands und stadtteilprägender Bausubstanz am Beispiel der Diesel-Villa zu protestieren.

Susanne Altmann, Vorsitzende der Baum-Allianz, forderte: „Augsburgs wertvolles Stadtgrün, das so wichtig für alle Menschen in der Stadt ist, darf nicht einfach zur Disposition gestellt werden, wenn Investoren bauen wollen.“ Bruno Marcon, Vorstandsmitglied der Baum-Allianz, und Stadtrat von "Augsburg in Bürgerhand" erzählte aus dem Blickwinkel der über 100-jährigen Buche Fragmente aus der Geschichte des Stadtteils und der Diesel-Villa. Er führte aus, dass die Villa und die Rotbuche mit anderen Häusern im Stadtteil eine in sich geschlossene Baugruppe darstelle, die nicht auseinandergerissen werden dürfe. Er zitierte aus der Webseite des Investors, der dort betone, dass er seine "eigenen Gesetzen entworfen" habe und dass er über "die üblichen zwei bis vier Prozent Rendite nur lachen" könne. Daraus werde deutlich, so Marcon, dass das Ziel sei, Maximalprofite zu erzielen.

Marcon kritisierte die bisherigen Stadtregierungen, die wenig zum Schutz von historischen Ensembles und Milieus getan hätten. "Jetzt müssen endlich Erhaltungssatzungen zum Schutz von Stadtbildern und Wohnbevölkerung für das gesamte Stadtgebiet verabschiedet werden."

Professor Hans Frei, ehemaliger Heimatpfleger für den Regierungsbezirk Schwaben, ermunterte die Stadtgemeinschaft, immer wieder initiativ zu werden und sich gegen die Zerstörung gewachsener Strukturen, die unsere Heimat ausmachen, zu wehren. (pm)

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