Region: Augsburg Stadt

Augsburg passt seinen Mietspiegel erneut an

Mehr als ein Blick in die Glaskugel: Der Mietspiegel wird aus den aktuellen Mieten gebildet. Dadurch sollen Mieterhöhungen für die Zukunft ausgebremst werden.

In Augsburg wurde 2017 zum ersten Mal ein qualifizierter Mietspiegel erstellt, der im Jahr 2019 fortgeschrieben wurde. Nun werden erneut Daten erhoben.

Die Mieten steigen nach wie vor, die Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Auch in Augsburg. Im Mietspiegel soll die „ortsübliche Vergleichsmiete“ festgehalten werden, um Mieterhöhungen auszubremsen. 2017 wurde in Augsburg zum ersten Mal ein qualifizierter Mietspiegel erstellt, der im Jahr 2019 fortgeschrieben wurde. Nun will die Stadt das Zahlenwerk erneut fortschreiben, da dieses mit Ablauf des 30. November 2021 laut Gesetz seine Eigenschaft als „qualifizierter“ Mietspiegel verliert. Daher wird er jetzt neu erstellt.

30.000 Haushalte will die Stadt Augsburg nun befragen. Die Auskünfte seien freiwillig, betont Sozialreferent Martin Schenkelberg, der aber auch an alle Augsburger appelliert: "Bitte nehmen Sie sich die Zeit, den Fragebogen gewissenhaft und vollständig auszufüllen. Unsere Maßnahmen zur Regulierung des Mietmarktes können nur greifen, wenn der Mietspiegel auf einem soliden Fundamt steht." Der Mietspiegel diene den rund 100.000 Haushalten, die zur Miete wohnen, und letztlich der ganzen Stadtgesellschaft, weil er mehr Rechtssicherheit auf dem Wohnungsmarkt schaffe, sagt Schenkelberg.

Mit der Erhebung der Daten und der Erstellung des Augsburger Mietspiegels hat die Stadt erneut das Marktforschungsunternehmen „EMA – Institut für empirische Marktanalysen“ beauftragt. Dieses habe unter anderem auch die Mietspiegel für die Städte Regensburg, Mannheim und Offenburg erstellt, erklärt die Stadt Augsburg. Anhand einer zufälligen „Stichprobenziehung“ erhalten nun 30.000 Haushalte von EMA ein Schreiben mit dem Fragebogen. (pm/jaf)

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