Region: Augsburg Stadt

Augsburger Altenheime machen Schritte in die Normalität

Laut der städtischen Altenhilfe ist inzwischen ein Großteil der Bewohner gegen das Coronavirus geimpft. (Symbolbild)

Wie die Augsburger Altenhilfe nun mitteilt, sind inzwischen 83 Prozent der Bewohner und 65 Prozent der Mitarbeiter in den städtischen Heimen geimpft oder waren bereits mit Corona infiziert. Aufgrund dieser "beachtliche Fortschritte beim Immunisierungsgrad" der rund 680 Mitarbeiter und 800 Bewohner seien nun Lockerungen im Heimalltag möglich. Fest halte die Altenhilfe an ihrem Testkonzept.

Bereits seit einigen Wochen seien in den Einrichtungen der Altenhilfe keine Covid-19-Erkrankungen mehr zu verzeichnen, weder in der Belegschaft noch bei den Bewohnern. Damit könne laut den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts inzwischen die Quarantänepflicht für Personen entfallen, die geimpft sind und gleichzeitig einen negativen Corona-Test vorweisen können. Das bedeutet, dass neu einziehende Bewohner nicht mehr zwischen sieben und 14 Tage lang in ihrem Apartment isoliert werden müssen.

Nicht-Geimpfte müssten dagegen weiterhin eine mehrtägige Isolation in Kauf nehmen und mindestens zwei Mal getestet werden. Die Altenhilfe will neuen Bewohnern ohne Impfung "möglichst zeitnah" ein Impfangebot machen, "damit sie so schnell wie möglich am Gemeinschaftsleben teilnehmen können".

Die Altenhilfe bleibt außerdem auch bei den Geimpften bei ihrem Testkonzept. Dieses sieht eine Testpflicht für Mitarbeiter, die von einer Reise zurückkehren, sowie für Bewohner, die aus dem Krankenhaus zurückkehren, bei Angehörigen übernachtet haben oder tagsüber in Geschäften unterwegs waren, vor. Außerdem gibt es für die Mitarbeiter freiwillige Tests zweimal pro Woche.

Die Belegungsquote der fünf städtischen Heime sei bislang noch nicht zurück auf ihrem alten Niveau. Keines der Heime erreiche die übliche Quote von nahezu 100 Prozent. "Die Belegungsquote liegt bei zwei Einrichtungen mit hohem Immunisierungsgrad und damit einer sehr hohen Sicherheit für neue Bewohnerinnen und Bewohner aktuell bei 93 und 96 Prozent", so Werkleiterin Susanne Greger. Ein Grund für den Rückgang sei eine große Zurückhaltung bei Menschen mit körperlich bedingter Pflegebedürftigkeit. Obwohl die Senioreneinrichtungen inzwischen wieder Veranstaltungen und Gemeinschaftsangebote anböten, zögerten viele Angehörige noch, ihre Verwandten in eine Pflegeeinrichtung zu geben. Dagegen sei in "Einrichtungen mit stark spezialisierten Betreuungs- und Pflegekonzepten im Bereich der demenziellen Erkrankungen eine erhöhte Belegungsnachfrage zu verzeichnen", so Greger. (pm)

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