Region: Augsburg Stadt

Augsburger Bischof ist gegen den Synodalen Weg

Augsburgs Bischof Bertram Meier ist gegen den Synodalen Weg.

Augsburgs Bischof Bertram Meier hat sich gegen die Beschlüsse des Synodalen Wegs für mehr Basisdemokratie in der katholischen Kirche ausgesprochen.

Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat angesichts der jüngsten Beschlüsse im Gesprächsforum Synodaler Weg davor gewarnt, mit "nationalen Sonderwegen zu liebäugeln". Der Bischof sprach sich gegen die vom Forum gewünschte Reform aus, durch die Laien ein demokratisches Mitentscheidungsrecht bei der Bestellung von Bischöfen erhalten würden. Auch den Vorschlag einer Vergabe des Bischofamts auf Zeit lehnt der Augsburger Bischof ab.

Meier berief sich in einer Predigt am Sonntag im Augsburger Dom stattdessen auf die Bedeutung der Weltkirche, gegen die sich die deutsche katholische Kirche durch solche Reformen wohl klar abgrenzen würde. "Ich war und bin stolz, als Christ, Priester und Bischof weltkirchlich unterwegs zu sein", sagte Meier. "Diese Erfahrung will ich mir nicht nehmen lassen. Ich bin Bischof einer konkreten Diözese, aber auch eingebunden in das Netz der vielen Ortskirchen, das den Globus umspannt."

Die Beschlüsse des Synodalen Wegs hätten den Sinn des sakramentalen Priestertums zum Diskussionsthema gemacht. Das betrachte Meier "mit Sorge". Das sakramental verortete Weihamt sei "konstitutiv für die katholische Kirche", so der Bischof, der weiter meinte: "Daran sollte auch eine Synode weder rütteln noch sägen. Denn Synodalität ist nicht Korrektiv, sondern Entfaltung und Bezeugung der Communio hierarchica, der hierarchischen Gemeinschaft. Wenn wir ernsthaft eine Kirche ohne Weiheamt anstreben, läuten wir uns selbst die Sterbeglocke." Die Kirche würde ohne sakramentales Amt laut Meier "mitgerissen von den Wellen der gängigen Meinungen".

Dieses Problem sieht Bertram Meier auch in der vom Synodalen Weg vertretenen Vorstellung, basisdemokratischen Elementen bei Bischofernennungen eine Rolle zu geben und diese Ämter gegebenenfalls zeitlich zu begrenzen. "Denken wir weiter", sagte Meier. "Müsste ein Pfarrer, ein Bischof, der Papst sein Wirken an den Applaus von Mehrheiten knüpfen, wohin würde das führen?" In diesem Zusammenhang wagte der Bischof gar den Vergleich mit Jesus selbst. Dieser habe auch nicht "bei den Aposteln vorher abstimmen lassen, ob er den Kreuzweg gehen soll". (pm)

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