Region: Augsburg Stadt

Bistum Augsburg stellt Priester wegen Verdachts auf sexuelle Nötigung frei

Ein Priester aus dem Dekanat Günzburg wurde wegen Vorwürfen der sexuellen Nötigung nun mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Einem Priester aus dem Dekanat Günzburg wird sexuelle Nötigung vorgeworfen. Wie das Bistum Augsburg am Mittwoch bekannt gab, hat es dem Priester aus dem Dekanat Günzburg nun "mit sofortiger Wirkung die Ausübung priesterlicher Dienste untersagt". Es bestehe der Verdacht, dass der Geistliche eine erwachsene Person sexuell genötigt habe.

Staatliche Behörden haben laut Informationen des Bistums wohl ein Strafverfahren gegen den Priester eingeleitet. Das Bistum habe darauf "unverzüglich" reagiert und dem Geistlichen die Ausübung seines Berufes vorerst untersagt. "Die Untersagung der Ausübung priesterlicher Dienste ist eine vorsorgliche Maßnahme, da bis zum Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung gilt", betont das Bistum. Über den dem Priester zur Last gelegten Fall der sexuellen Nötigung ist lediglich bekannt, dass sich die Tat vor fünf Jahren ereignet haben und dass es sich bei dem mutmaßlichen Opfer um eine erwachsene Person gehandelt haben soll.

Die Mitteilung des Bistums kommt wenige Tage, nachdem dieses für das vergangene Jahr erneut gestiegene Kirchenaustrittszahlen vermelden musste. Demnach verließen im Jahr 2021 19.884 Menschen im Bistum Augsburg die katholische Kirche. Im Jahr 2020 waren es 13.042 Personen. Bischof Bertram Meier sagte angesichts dieser Zahlen, die Kirche habe viel Vertrauen verspielt, das man nun "geduldig und glaubwürdig wiedergewinnen" müsse. (pm/lat)

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