Region: Augsburg Stadt

Brand in der Karolinenstraße: Sperrzone wird verkleinert

Die Sperrzone um das abgebrannte Haus in der Karolinenstraße kann nun wieder verkleinert werden.

Ein Großbrand hat ein denkmalgeschütztes Haus in der Augsburger Innenstadt am Wochenende zerstört. Am Dienstagnachmittag berichtete die Stadt, dass von dem Brandherd in der Karolinenstraße keine Gefahr für den öffentlichen Raum mehr ausgeht. Wenig später warnte die Stadt aber vor einer erneuten Rauchentwicklung und rief Anwohner auf, Fenster geschlossen zu halten und Klimaanlagen auszustellen. Die Sperrzone soll nun nach und nach verkleinert werden. In der Nacht zuvor war der Giebelrest des Hauses kontrolliert zum Einsturz gebracht worden.

Da am Dienstag erneut Glutnester gelöscht werden mussten, findet in der Nach auf Mittwoch noch eine Brandnachschau statt, informiert die Stadt. Das sei laut Ordnungsreferent Frank Pintsch aber "im Rahmen des alltäglichen Feuerwehrgeschäftes ganz normal". Weil bei dem Rückbau der Brandruine Schäden an den beiden Nachbarhäusern nicht ausgeschlossen werden kann, dürfen diese aktuell auf Weisung des Bauordnungsamtes allenfalls kurzfristig betreten werden.

Mit dem Ende der sogenannten Sicherheitslage, mit dem die Verantwortlichkeit jetzt wieder vollständig auf den Eigentümer des Hauses übergeht, soll nun aber auch die Sperrzone um den Brandherd nach und nach verkleinert. Sie gilt am Dienstag nur noch für die Häuserzeile 13 bis 17, die eingerüstet werden muss und wohl rund drei Meter weit in den Straßenraum ragen wird.

Sobald das dort lagernde Kies-Sandgemisch abtransportiert ist, sollen laut der Stadt noch am Dienstagnachmittag die Gehwege auf der östlichen Seite der Karolinenstraße wieder geöffnet werden. Die Gehwege auf der westlichen Seite bleiben noch den ganzen Dienstag gesperrt. Sobald das Baufeld sicher abgegrenzt sei, könnten auch auf der Westseite die Gehsteige wieder geöffnet werden.

Das Ziel ist es, dass auch der öffentliche Nahverkehr spätestens zum Ende der Woche wieder durch die Karolinenstraße fahren kann. Die Einschränkungen betreffen aktuell die Tramlinien 1 und 2.

Für die in der Straße ansässigen Geschäfte und gastronomischen Betriebe war am Dienstag noch keine Anlieferung wie gewohnt möglich – laut Stadt "bestenfalls im kleineren Rahmen, etwa im nördlichen Teil der Straße". Es sei aber auch eine Priorität der Stadt, dass die Geschäfte in der Karolinenstraße so schnell wie möglich wieder wie gewohnt agieren können.

Die Stadt will außerdem auch Bürger unterstützen, die von dem Großbrand des Hauses Nummer 15 betroffen sind. Das Sozialreferat sei vor allem bei der Suche nach neuen Wohnungen und Unterkünften für die Übergangszeit behilflich. Sachspenden nimmt das Sozialreferat hingegen nicht entgegen.

Vor dem Hintergrund einer "beachtlichen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung", so die Stadt, organisiert die Bürgerstiftung "Beherzte Menschen" allerdings eine Spendensammlung für die vom Brand betroffenen Menschen. Unter IBAN DE22 7205 0000 0000 0263 69 kann mit dem Verwendungszweck "Brand" gespendet werden. Die Stiftung und das Sozialreferat der Stadt Augsburg werden dann die Verteilung der Gelder übernehmen. (pm)

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