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Corona-Inzidenz bleibt in Augsburg bei über 180 – Was sind die Gründe für Augsburgs hohe Zahlen?

Pressekonferenz in Augsburg: OB Weber erklärte, wie die Stadt die Corona-Entwicklung in Augsburg einschätzt.

Trotz sinkender Corona-Zahlen in der vergangenen Woche, bleibt der Inzidenzwert in Augsburg vergleichsweise hoch. Was die Gründe dafür sein könnten, darüber sprachen am Dienstag Oberbürgermeisterin Eva Weber und der stellvertretende Gesundheitsamtsleiter, Thomas Wibmer, in einer Pressekonferenz.

Mit 54 Corona-Neuinfektionen beläuft sich die Sieben-Tage-Inzidenz in Augsburg am Dienstag auf 181,7 – auf Basis der aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Am Vortag betrug der Inzidenzwert 184,1. Laut aktuellen Berechnungen des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg liegt die Inzidenz am Dienstag bei 191,9. Die Stadt Augsburg hat damit im bayernweiten Vergleich eine recht hohe Sieben-Tage-Inzidenz.

Das Augsburger Gesundheitsamt hat vor allem zwei Schwerpunkte des Infektionsgeschehens ausgemacht. Zum einen sei die Wohnsituation entscheidend, zum anderen der Beruf. In Stadtteilen, in denen in Wohnungen viele Menschen zusammenleben, gebe es besonders viele Corona-Infektionen, sagte Wibmer. Zudem würden sich häufig Menschen anstecken, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, "weil", ergänzte Weber, "diese kein Homeoffice machen können". Weber betonte zudem: Aus einem Migrationshintergrund lasse sich, entgegen häufiger Behauptungen in Sozialen Netzwerken, kein Infektionsschwerpunkt ableiten.

Wibmer geht davon aus, dass die Corona-Zahlen in Augsburg zwar weiter sinken werden, befürchtet aber, dass dies äußerst langsam von statten gehen könnte. Die aktuellen Feiertage würden dazu beitragen, dass viele Kontakte stattfänden. Aus diesem Grund befürchtet der Gesundheitsamtsleiter einen langsam sinkenden Inzidenzwert. (jaf)

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