Region: Augsburg Stadt

Corona-Lage entspannt sich in städtischen Altenheimen: Kein Aufnahmestop mehr

In einigen Augsburger Altenheimen entspannt sich die Corona-Lage langsam. In anderen allerdings steigen die Zahlen.

Lange Zeit war die Corona-Lage in den städtischen Altenheimen in Augsburg angespannt, nun vermeldet die Stadt, dass die Zahlen stark zurück gegangen seien. Damit seien nun auch keine Aufnahmestopps mehr erforderlich.

Nachdem die Altenheime über Wochen immer mehr Krankheits- und Todesfälle zu verzeichnen hatten, konnte nun nur noch bei einem Bewohner im Seniorenzentrum Lechrain konnte eine Corona-Infektion ermittelt werden, im Sander-Stift, im Sparkassen-Altenheim und im Seniorenzentrum Servatius sei bereits seit mehr als einer Woche keiner der Bewohner mehr mit Covid-19 infiziert, berichtet Altenhilfe Werkleiterin Susanne Greger.

Seit Montag gelten die Infektionen im Hospital-Stift der Stadt zufolge als eingedämmt. Noch Ende Januar hatte das Hospital-Stift 18 Personen mit einer SARS-CoV2-Infektion ermittelt. Als Grund für die zurückgegangenen Zahlen gibt die Stadt an, "dass strenge Hygieneregeln konsequent fortgeführt wurden und Schutzmaßnahmen durch hausinterne großzügig abgetrennte Quarantänebereiche sichergestellt sind.

Aufnahmestopps, die in den letzten vier Monaten von der Altenhilfe ausgesprochen wurden, seien nun nicht mehr erforderlich. "In allen fünf Einrichtungen ist gewährleistet ist, dass neue Pflegegäste für einen Zeitraum von mehreren Tagen in vorsorglichen Isolierbereichen und Einzelapartments untergebracht werden können. Ab sofort werden auch wieder uneingeschränkt Kurzzeit- und Langzeitpflegegäste in allen fünf Häusern aufgenommen. Auch Besuche können während festgelegter Zeiträume und nach vorheriger Anmeldung empfangen werden", schreibt die Stadt.

Festzustellen sei laut Werkleiterin Susanne Greger, „dass durch die Corona-Schutzimpfungen der Alltag wieder entspannter geworden ist.“ Zudem würden weiter regelmäßig Personal und Bewohner auf Covid-19 getestet. Seit dem 1. Januar habe die Altenhilfe zusätzliche Pflegehelferstellen auf der Basis des Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetzes (GBVG) geschaffen. Die Möglichkeit, zusätzliches Personal in der Pflege durch die Pflegeversicherung zu finanzieren, sei vom Gesetzgeber unabhängig von der Coronapandemie eingerichtet worden. Aktuell könnten mithilfe des erhöhten Personaleinsatzes die aufwändigen Hygiene- und Isoliermaßnahmen in der Corona-Pandemie besser umgesetzt werden.

Während sich die Lage in den städtischen Altenheimen entspannt, ist dies nicht in allen Augsburger Senioreneinrichtungen der Fall. Hotspot war zuletzt die Seniorenwohnanlage "Albaretto", in der die Stadt schließlich zahlreiche Mitarbeiter in Quarantäne geschickt hat.

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